Eine Welle von Angriffen der pro-russischen Hackergruppe Noname057(16) richtet sich gegen Webseiten der Olympischen Spiele Mailand-Cortina!
Ins Visier der Hacker gerieten dabei unter anderem die offizielle Website der Olympischen Winterspiele sowie von nationalen olympischen Komitees mehrerer Länder, wie italienische Medien berichteten. Auch das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) war betroffen.
Die ÖOC-Homepage wurde am Freitagvormittag angegriffen und war danach rund eine Stunde offline, sagte ein ÖOC-Sprecher. Man habe die Vorgänge frühzeitig erkannt und u.a. mit einer Verdoppelung der Systemleistung und ID-Sperren reagiert.
Wie bereits bei früheren Cyberattacken auf italienische Einrichtungen handelte es sich um einen DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service), bei dem eine Website durch eine massenhafte Flut von Zugriffsanfragen blockiert wird. Dadurch waren die Online-Dienste der Einrichtungen vorübergehend nicht erreichbar.
Auch Hackergruppe Anonymous startete Cyberattacke
Auch die Hackergruppe Anonymous startete eine offensive Cyberattacke gegen die Veranstaltung. Zu den Zielen, die derzeit mit Störungen zu kämpfen haben, zählen die Online-Portale der deutschen Delegation sowie die Website eines Restaurants in Cortina.
Bereits am Mittwoch hatte Italien nach Angaben von Außenminister Antonio Tajani mehrere Cyberangriffe auf Einrichtungen des Außenministeriums sowie auf Infrastruktur im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen abgewehrt. Ziel der Angriffe seien Internet-Seiten der Olympischen Winterspiele sowie Hotels in Cortina gewesen, sagte Tajani laut Medienangaben.
Cyberattacken zu Propagandazwecken
Auf die Risiken während der Olympischen Winterspiele, insbesondere durch Cyberattacken, hatten sich die italienischen Behörden frühzeitig vorbereitet. Ein Expertenteam arbeitet gemeinsam mit Fachleuten der Organisatoren der Winterspiele daran, digitale Angriffe auf das Großereignis abzuwehren, das weltweit voraussichtlich rund drei Milliarden Zuschauer erreichen wird, verlautete aus Regierungskreisen in Rom.
Mögliche Angriffe könnten von sogenannten „Hacktivisten“ ausgehen, also politisch motivierten Hackern, die Cyberattacken zu Propagandazwecken durchführen. Besonders im Fokus stehen die Bereiche Verkehr und Kommunikation, weil Störungen während der Winterspiele weltweit große Aufmerksamkeit erregen würden.
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