US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Online-Plattform Truth Social ein Video geteilt, in dem Ex-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle als Affen dargestellt sind. In dem Beitrag geht es um angebliche Manipulationen bei der Präsidentschaftswahl 2020.
Nach ungefähr einer Minute erscheinen in einem kurzen Einschub die Gesichter der Obamas mit Affenkörpern zur Melodie von „The Lion Sleeps Tonight“. Der Ausschnitt stammt wahrscheinlich aus einem KI-Video, das von einem anderen Konto erstellt wurde und bereits im Herbst vergangenen Jahres im Netz kursierte.
Trump schiebt seine Wahlniederlage, um die es in dem Posting ging, gegen den Demokraten Joe Biden 2020 auf angebliche Manipulation zurück. Die Städte Atlanta, Philadelphia und Detroit, die für den Gewinn Bidens entscheidend waren, seien „extrem korrupt“, sagte der Republikaner kürzlich. Im US-Bundesstaat Georgia, in dem Atlanta liegt, beschlagnahmte die Bundespolizei FBI vergangene Woche 700 Kartons mit Stimmzetteln und anderen Wahldokumenten, um sie auf mögliche Unregelmäßigkeiten zu untersuchen.
Hier sehen Sie das umstrittene Posting Trumps:
Das wirft Trump Obama vor
Der US-Präsident greift immer wieder nach politischen Feindbildern und hat vor der jüngsten Entgleisung auch seinen Vorgänger Barack Obama mehrfach verbal angegriffen. So warf er ihm auf Truth Social beispielsweise vor, im Jahr 2016 Falschmeldungen in Auftrag gegeben zu haben, um Trumps Wahlkampagne zu sabotieren. Obama müsse zur Rechenschaft gezogen und verhaftet werden. Barack und Michelle Obama haben die aktuelle US-Regierung Ende Jänner dafür kritisiert, die Situation nach den Erschießungen von Alex Pretti und Renée Good weiter eskalieren zu lassen. Die Bürgerinnen und Bürger sollten gegen Ungerechtigkeit aufstehen und das Weiße Haus zur Rechenschaft ziehen.
Möglicherweise haben diese Aussagen Trumps Zorn weiter entfacht. Sein neuestes Posting, das die Obamas als Affen darstellt, sorgt im Netz für viel Kritik. „Tiefer geht es nicht“, kommentierte etwa das regierungskritische X-Konto Republicans against Trump, das die Aktivitäten des US-Präsidenten dokumentiert und laut eigener Aussage gegen das System des Staatschefs kämpft. Demnach hatte der Politiker 2019 noch gesagt, der am wenigsten rassistische Mensch auf der Welt zu sein. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom, der als möglicher Kandidat der Demokratischen Partei für die nächste Präsidentschaftswahl gilt, griff die Kritik auf. „Widerliches Verhalten des Präsidenten. Jeder einzelne Republikaner muss das verurteilen. Sofort.“, heißt es in einem Posting seines Pressebüros.
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