Nun ist also die Inflation im ersten Monat des Jahres auf erfreuliche 2 Prozent geschrumpft. Und das Budgetdefizit ist auch um die eine oder andere Milliarde geringer als befürchtet.
EINERSEITS ist das Grund genug für Bundeskanzler Stocker und seinen Vize Babler, die Leistungen der Bundesregierung zu preisen. Und Finanzminister Marterbauer merkt ebenso befriedigt an, dass der Rückgang der Inflation auf die preisdämpfenden Maßnahmen der Regierung im Bereich von Lebensmitteln, Energie und Mieten zurückzuführen sei.
ANDERERSEITS dürfte der Zweckoptimismus der Regierungs-Koalitionäre in der Bevölkerung noch nicht so recht angekommen sein. Die geringere Inflation bedeutet für die Menschen ja nicht, dass etwas wesentlich billiger wird, weder in den Supermarktregalen noch beim Strompreis, sondern nur, dass es nicht ganz so dramatisch teurer wird wie im vergangenen Jahr.
Und um das Beispiel des Energiebereichs heranzuziehen: an den Zapfsäulen, wo es erst jüngst geheißen hat, dass Benzin aufgrund der gesunkenen Weltmarktpreise für Rohöl billiger werden müsse, spürt der Konsument kaum etwas. Überdies werden die preisdämpfenden Maßnahmen in den meisten Fällen ja erst längerfristig wirksam. Die Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel im Sommer und Billig-Energie für die Industrie vielleicht im nächsten Jahr. Und damit erweist sich der Zweckoptimismus der Regierung als Beruhigungsmittel in eigener Sache.
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