Weiße benachteiligt
Diskriminierung: US-Behörde ermittelt gegen Nike
Die US-Antidiskriminierungsbehörde „Equal Employment Opportunity Commission“ hat Ermittlungen gegen den Sportartikelhersteller Nike aufgenommen. Die EEOC prüft, ob der Konzern im Rahmen seiner Programme für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) gezielt weiße Mitarbeiter und Bewerber benachteiligt haben könnte.
Im Fokus der Untersuchungen steht unter anderem die Frage, ob weiße Beschäftigte bei Kündigungen überdurchschnittlich häufig betroffen waren.
Nike habe sich bisher geweigert, einer umfassenden Anordnung nachzukommen und Informationen über die ethnische Zusammensetzung der Belegschaft sowie Teilnehmerlisten von Förderprogrammen herauszugeben, hieß es in dem Antrag an ein Bundesgericht in St. Louis. Die Behörde benötige diese Daten, um festzustellen, ob Gesetzesverstöße vorlägen.
DEI-Standards
- DEI-Standards wurden maßgeblich auf Betreiben des damaligen Präsidenten Barack Obama in die US-Bundesverwaltung übernommen.
- Unter Präsident Joe Biden wurden sie ab 2021 stark ausgeweitet. Auch viele Unternehmen bekannten sich zu DEI und passten firmeninterne Abläufe entsprechend an.
- Wichtigstes erklärtes Ziel von DEI ist die Chancengleichheit gesellschaftlicher Minderheiten durch Integration und Gleichberechtigung.
- Kritiker solcher Programme argumentieren, sie untergrüben das Leistungsprinzip und führten zu einer „umgekehrten Diskriminierung“ von Weißen und Männern.
- Viele gängige DEI-Programme könnten jedoch auch rechtswidrig sein, so EEOC-Chefin Andrea Lucas.
Die Ermittlungen gegen Nike gehen nicht auf eine Einzelbeschwerde zurück, sondern auf eine sogenannte „Commissioner‘s Charge“, die Lucas im Mai 2024 eigenständig initiiert hatte. Die vom Trump-Vertrauten Stephen Miller gegründete Organisation „America First Legal“ hatte bereits während der Amtszeit von Biden Beschwerden gegen mehrere Großkonzerne, darunter Nike, bei der EEOC eingereicht.








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