Verletzungsschock im ÖSV-Team kurz vor Cortina! Vier Wochen vor den Paralympics in Cortina verletzte sich Elisabeth Aigner, Guide von Paraski-Seriensiegerin Veronika, bei der Weltcup-Abfahrt in Tignes schwer am Knie. Ihre erste Reaktion: „Ich probiere es wie Lindsey Vonn.“
Es war eigentlich ein harmloser Sprung. Aber bei der Landung gab es einen lauten Schnalzer. Elisabeth Aigner wusste sofort, dass im Knie etwas passiert ist. Sie schwang ab und ging zu Boden. Ihre sehbehinderte Schwester Veronika, die im Paraski-Weltcup in ihrer Klasse die große Dominatorin ist, leistete ihr sofort Beistand. Beide waren geschockt.
Der österreichische Skiverband nahm sofort Kontakt zu Topärzten auf. Die genaue Diagnose steht noch aus. Aber in ihrer ersten Stellungnahme beim Telefonat mit daheim sagte „Lisi“: „Bis zu den Paralympics in Cortina sind es noch vier Wochen. Ich probiere es wie Lindsey Vonn.“
Blindes Vertrauen nur zu Schwester
Der Zeitpunkt für die Verletzung könnte nicht bitterer sein. Noch stehen fünf Weltcup-Rennen (1 x Abfahrt, 2 x Slalom, 2 x Riesentorlauf) auf dem Programm. Im schlimmsten Fall können Vroni und Lisi noch die große Kristallkugel und die kleinen Kugeln in Abfahrt, Slalom und Riesentorlauf verlieren. Dann würde nur die Super-G-Kugel als Trost bleiben. Noch bitterer wäre aber ein Ausfall bei den Paralympics. Denn das Großereignis ist die einzige Chance im Parasport, durch die Medaillenprämien richtig gut zu verdienen.
Falls ihre Schwester nicht starten kann, könnte Veronika auch noch mit einem fremden Guide fahren. Aber das will sie eigentlich nicht, da sie nur zu ihrer Schwester im wahrsten Sinne des Wortes blindes Vertrauen hat. In vier Wochen das Vertrauen zu einer fremden Person aufzubauen, ist eigentlich unmöglich.
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