Sie ist nicht gerade etwas für Pessimisten – die würden beim Blick auf die Uhr wohl noch schwärzer sehen, als sie es ohnehin schon tun. Die Rede ist von der „Weltuntergangs-Uhr“, die der Menschheit jedes Jahr verkündet, wie nah ihr drohendes Ende ist. Und das ist ziemlich nah, so nah wie überhaupt noch nie in der Geschichte des apokalyptischen Zeitmessers. Nach dem Ende des Kalten Kriegs blieben uns noch ganze 17 Minuten. Jetzt sind es nur noch 85 Sekunden bis zur unheilvollen Mitternacht.
Das einst von Robert Oppenheimer und Wissenschaftern des „Manhattan Projects“ initiierte „Bulletin of the Atomic Scientists“ sollte vor den Gefahren ihrer eigenen Erfindung, der Atombombe, warnen. Mittlerweile listet der mit Nobelpreisträgern und Top-Wissenschaftern besetzte Beirat noch viel mehr Bedrohungen auf: u. a. Klimawandel, Pandemien, Verschwörungstheorien, KI und sogar neue Waffen im Weltall. „Wir haben auf jedem Gebiet versagt“, so die ernüchternde Bilanz eines Beiratsmitglieds.
Ungewöhnlich ist in diesem Jahr, dass nicht nur die Gefahren, sondern auch ihre Anheizer beim Namen genannt werden: Putin, Xi und Trump – die drei apokalyptischen Reiter, die die „Weltherrschaft“ an sich reißen wollen. In ihrem Machtrausch bleibt kaum noch Platz für die wirklich wichtigen Probleme.
Ein Pessimist würde bei diesen Aussichten wohl den Kopf in die Sanduhr stecken. Der Optimist hingegen weiß: Solange die Zeiger ticken, lässt sich die Uhr auch zurückdrehen.
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