Mit 52 Athletinnen und 63 Athleten und damit dem zweitgrößten Team der Geschichte wird das Österreichische Olympische Komitee bei den XXV. Winterspielen in 2026 Mailand/Cortina um Medaillen kämpfen. Die Rekordzahl von 116 Medaillenentscheidungen von acht internationalen Fachverbänden in 16 Sportarten und zahlreichen Disziplinen steht in sechs Clustern auf dem Programm, damit bietet sich eine nie dagewesene Chance auf Edelmetall. Offiziell eröffnet wird am 6. Februar.
2006 in Turin und damit ebenfalls in Italien fanden zuvor letztmals Olympische Spiele im Herzen Europas statt, es folgten 2010 Vancouver, 2014 Sotschi, 2018 Pyeongchang und 2022 Peking. Bei der Corona-Auflage vor vier Jahren gewannen die ÖOC-Aktiven je sieben Gold- und Silber- sowie vier Bronzemedaillen. 18 Medaillen gab der neue ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer als „Benchmark“ für 2026 aus. Man könne mit breiter Brust auftreten. „Wir haben arrivierte Sportlerinnen und Sportler, die man zu Medaillenkandidaten zählen kann. Wir haben Newcomer, die für Überraschungen sorgen können“, sagte der ehemalige Ruderer.
Bestehende Sportstätten genützt
Weil Italien zum Großteil auf bestehende Sportstätten setzt (komplett neu ist der Eiskanal), sind die Wettbewerbe auf sechs Cluster im Norden des Landes aufgeteilt. Das größte Stadion steht mit einem Fassungsvermögen von 19.100 für Biathlon in Antholz. Die meisten Hallen-Eisevents sind in Mailand angesetzt, die alpinen Ski-Bewerbe der Frauen sowie die drei Eiskanalsportarten und Curling in Cortina, die alpinen Ski-Bewerbe der Männer und das die Olympia-Premiere feiernde Skibergsteigen in Bormio, Snowboard und Freeski/Ski Freestyle in Livigno und die nordischen Skibewerbe in Predazzo/Tesero. Dass nicht einmal Alpinski an einem Ort stattfindet, finden auch viele Aktive bedauerlich. Österreich hat an allen Schauplätzen das Potenzial für das Podest.
Bei einer weiteren Goldmedaille sagt Doppelolympiasiegerin Anna Gasser nicht nur „Grazie mille“, sie würde zu den mit drei Titeln dekorierten Felix Gottwald, Thomas Morgenstern, Matthias Mayer und Toni Sailer aufschließen, durch eine Silberne wäre sie wie die Alpinskirennläuferinnen Michaela Dorfmeister und Trude Jochum-Beiser erfolgreichste Frau. Snowboarder Andreas Prommegger zieht durch seine sechste Teilnahme mit den österreichischen Winter-Rekordhaltern Alfred Eder (Biathlon), Markus Prock (Rodeln) und Mario Stecher (Nordische Kombination) gleich.
Eröffnungsfeier im Zeichen der Harmonie
Die Hauptzeremonie der Eröffnungsfeier unter dem Motto „Armonia“ (Harmonie), auf der am 6. Februar US-Sängerin Mariah Carey, der italienische Tenor Andrea Bocelli sowie Laura Pausini performen werden, spielt sich im Stadion San Siro ab. Für Österreich sind Gasser und Peking-Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl die Fahnenträger. Zeitgleich wird es Zeremonien in Predazzo, Livigno und Cortina d‘Ampezzo geben. Das House Austria unweit des Eiskanals und des Ortskerns von Cortina öffnet gleichzeitig seine Türen.
Als Maskottchen werden sich zwei Hermelin-Figuren rumtreiben, ihre Namen Milo und Tina leiten sich von den Austragungsorten ab. Sie werden auf ihrer Mission von den Schneeglöckchen Flo unterstützt und auch bei den Siegerehrungen zu sehen sein. Die Medaillen bestehen aus zwei symbolisch miteinander verbundenen Hälften, sie sind mit den fünf olympischen Ringen bzw. dem Paralympics-Logo versehen. Gold-, Silber- und Bronzemedaillen wurden vom Staatlichen Münz-Institut Italiens aus recycelten Metallen hergestellt.
ITA wertet aus, ICE beunruhigt
Die Internationale Test-Agentur ITA, nicht zu verwechseln mit dem Nationenkürzel für Italien, ist während der Winterspiele in Mailand/Cortina in der Verantwortung, genommene Dopingproben kommen zur Auswertung nach Rom. Für Beunruhigung sorgt die Anwesenheit von drei Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE im amerikanischen Konsulat in Mailand. Die Beamten sollen bei Bedarf Informationen an die italienischen Sicherheitsbehörden weitergeben, für die öffentliche Ordnung in Italien seien aber weiterhin Polizei, Carabinieri und Finanzpolizei zuständig, sagte der italienische Außenminister Antonio Tajani.
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