„Krone“-Kommentar

Was in Österreichs Asylpolitik alles falsch läuft

Wien
31.01.2026 07:00

Ahmad A.Ich habe im „Profil“ einen Bericht gelesen, der aufzeigt, was in der Asylpolitik schiefläuft – wenn auch unfreiwillig. „Von 3000 auf 1000 Euro gekürzt: Syrische Vierkind-Familie am Limit“, lautet der Titel der Tränendrüsen-Geschichte.

Zu lesen ist: „Ahmad A. hat in Syrien gut gelebt. Mit glasigen Augen (...) erzählt er von seiner Vergangenheit, eine Mitarbeiterin der Caritas übersetzt.“ Seit drei Jahren im Land und sein Deutsch reicht nicht für die Lebensgeschichte. Integrationsversagen erster Klasse – offenbar wurde nie irgendetwas eingefordert.

Von Niederösterreich zog die Familie nach Wien, weil die Sozialleistungen hier höher waren – Bestätigung des Pull-Faktors. Vielleicht interessant für Sie, Herr Stadtrat Hacker.

Weil nun die Stadt den subsidiär Schutzberechtigten die Mindestsicherung streicht (als eines der letzten Bundesländer), muss Familie Ahmad mit 2000 Euro weniger auskommen. Arbeiten dürften Mutter und Vater, bloß sie tun es nicht – „aus gesundheitlichen Gründen“. Er leidet an einem „Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule“, sie habe „Probleme mit ihrem Knie und Schmerzen im Rücken“, beide zudem hohen Blutdruck. „Arbeitsunfähig“ wegen Volkskrankheiten. Körperlich gesund für die Flucht nach Wien, zu krank für die Fahrt von Wien nach Wien zum Arbeitsplatz.

Meine Mutter hatte drei Bandscheibenvorfälle, nach einem Unfall eine Genick-Fissur, eine Hirnblutung und ein Aneurysma – und traf nach ihrer Reha pünktlich um neun Uhr am Arbeitsplatz ein.

Die Sparmaßnahme der Stadt ist richtig!

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