Mit dem Latein am Ende. Auch wenn man kein Latein gelernt hat, kennt man den Spruch „mit dem Latein am Ende sein“ und meint damit bekanntlich, keinen Ausweg mehr zu wissen. In der Bildungspolitik in Österreich ist man, dieses Eindrucks kann man sich nicht erwehren, ewig schon mit dem Latein am Ende. Die Zeit hat die Schulen längst überholt und hinter sich gelassen. Die internationalen Vergleiche bestätigen es genauso wie die Erzählungen von Lehrern, Schülern und Eltern. Im Wesentlichen wird das Wissen vermittelt und geprüft wie vor Jahrzehnten, als das Brockhaus-Lexikon, falls zu Hause im Regal vorhanden, das Maß der Dinge war. Mittlerweile kommt schon Wikipedia aus der Mode. Informationen aller Art findet man in Millisekunden im Internet. Denken, Handeln – alles hat sich geändert. Bloß die Schule verharrt noch immer in den Vor-Internet-Zeiten.
Mutige Schritte. Vernetztes Lernen, interpretieren? Fehlanzeige. Umgang mit den Möglichkeiten, vor allem aber auch den Gefahren im Netz, in den Sozialen Medien? Es wird allerhöchstens am Rande gestreift, dabei wäre es ein zentrales Thema. Wenn nun im Bildungsministerium mutige Schritte gesetzt werden, wenn auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz gelehrt werden soll und Neues nicht einfach zum schon viel zu vollen Lehrplan draufgepackt wird, sondern etwa beim Lateinunterricht gespart wird: Dann kann man nur ein zwar nicht lateinisches Wort, aber eines mit lateinischen Wurzeln verwenden: Bravo!
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!
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