Schladming-Rekordsieger Benjamin Raich traut Manuel Feller auf der Planai das seltene Österreich-Doppel zu.
Slalom-Kugel? Check. WM- sowie Olympia-Medaille? Abgehakt. Sieg beim Heimrennen in Kitzbühel? Endlich erledigt. Ja, die Bucket List von Manuel Feller wird kürzer, nur zwei große Ziele bleiben. Gold bei einem Großereignis und der Sieg beim zweiten Slalom-Klassiker in der Heimat, dem Schladminger Nightrace. Beides kann der Tiroler zeitnah abhandeln: Der Olympia-Slalom ist am 16. Februar, die Generalprobe erfolgt heute auf der Planai. „Ich versuche“, bekräftigt Feller. „einfach den Auftrieb von Kitz, die positiven Sachen mitzunehmen.“
Ab sofort ruht der Fokus rein auf dem Slalom, gestern bestritt Feller seinen letzten Riesentorlauf der Karriere, verpasste Lauf zwei. „Ich habe in dieser Disziplin mehr erreicht, als ich mir erträumt hätte“, so „Feller“, siebenmal auf einem RTL-Podest.

Vor zwei Jahren auch in Schladming, im Vorjahr gelang auf der Planai dazu Rang zwei im Slalom. „Ich weiß, wie man hier schnell Ski fährt.“ Jedenfalls anders als in Kitz. „Mehr zum Attackieren, weniger zum Taktieren.“ Die Erwartungshaltung um seine Person sei nun wieder höher. Aber: „Druck erlege ich mir immer selbst auf. Ich weiß: Wenn ich das Skifahren zeige, das ich kann, reicht das für eine Top-Platzierung.“
Druck erlege ich mir immer selbst auf. Ich weiß: Wenn ich das Skifahren zeige, das ich kann, reicht das für eine Top-Platzierung.
Manuel Feller
Feller, der sich seinen Siegeslauf von Kitz „ungefähr 50 Mal angeschaut hat“, könnte heute der sechste Österreicher werden, der sowohl in Kitzbühel als auch Schladming siegt. Beides in einem Jahr schaffte zuletzt Manfred Pranger 2005, davor Benjamin Raich 2001. „Das waren damals schon coole, aber intensive drei Tage“, grinst der Pitztaler. Der auch Feller heute das (seltene) Österreich-Doppel zutraut: „Er ist im Rhythmus, das Selbstvertrauen passt, es spricht eigentlich nichts dagegen.“
Raich droht die Ablöse
Raich weiß, wie man auf der Planai schnell ist, gewann hier viermal – womit er bis heute der Rekordsieger ist. Noch teilt er sich den Titel mit Henrik Kristoffersen, der heute aber die alleinige Nummer eins werden kann. „Das würde mich nicht stören. Rekorde sind da, um gebrochen zu werden. Außerdem liegt es eh nicht mehr in meiner Hand“, so Raich.
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