Manuel Feller hat das Kapitel Riesentorlauf in Schladming geschlossen. Angekündigt hatte er das Ende seiner Ambitionen in der Kerndisziplin vor dem ersten Teil des Weltcup-Nightrace nicht zum ersten Mal, diesmal dürfte es ihm aber ernst damit sein. Auf der eisigen Planai quälte sich der Tiroler am Dienstagabend mit Startnummer 49 zu Platz 44. Nur zwei durchgekommene Läufer waren langsamer, der Schweizer Gino Caviezel nach 13 Monaten Verletzungspause um 0,21 Sek. schneller.
„Ich werde es nicht vermissen“, klang Feller zwei Tage nach seinem Slalom-Triumph in Kitzbühel fast erleichtert. Es sei ein Kampf gewesen. „Bei jedem anderen Rennen wäre ich wahrscheinlich nicht bis ins Ziel gefahren. Aber ich habe mir gedacht, auch wenn du dich niederlegst, die Ziellinie möchte ich sehen.“ Dass er die Qualifikation für den zweiten Lauf gleich um 1,93 Sek. verpasste, machte ihm das Durchziehen seiner Entscheidung leichter. „Vom Grip her war es so am Limit, ich habe mich nicht wohl gefühlt. Und Talent kann mir mein Servicemann auch nicht mehr raufschleifen.“
Auch wenn Feller in 89 Weltcup-Riesentorläufen ein Sieg verwehrt geblieben ist, hat der 33-Jährige mit vier zweiten und drei dritten Plätzen eine schöne Podest-Bilanz. Zuletzt war er vor zwei Jahren in Schladming Zweiter und drei Wochen danach in Bansko noch einmal Dritter. „Ich habe im Riesentorlauf mehr erreicht, als ich mir erträumt hätte. Daher kann ich mit gutem Gewissen sagen, es genügt.“ Bei Großereignissen klappte es für den Tiroler im „Riesen“ hingegen nicht. Bei vier WM-Starts kam er als 15. nur einmal ins Ziel des zweiten Durchgangs, bei zweimal Olympia gar nicht.
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