Ein einzelner Pinguin, der sich von seiner Gruppe abwendet und allein in Richtung der fernen Berge marschiert – begleitet von der rau-melancholischen Stimme Werner Herzogs. Ein kurzer Moment aus einer fast zwei Jahrzehnte alten Dokumentation sorgt derzeit für millionenfache Aufmerksamkeit in den sozialen Medien. Doch warum berührt diese Szene plötzlich so viele Menschen?
Auf der Plattform Instagram mehren sich seit Kurzem Videos mit einem Ausschnitt aus Werner Herzogs Dokumentation „Begegnungen am Ende der Welt“ aus dem Jahr 2007. Zu sehen ist ein Pinguin in der Antarktis, der nicht – wie seine Artgenossen – Richtung Wasser läuft, sondern sich allein vom Rest der Gruppe entfernt und auf die weit entfernten Berge zubewegt. Herzog kommentiert die Szene mit der eindringlichen Frage: „But why?“ – „Aber warum?“.
Bearbeitete Videos mit Millionen Klicks
Die Szene wird in sozialen Netzwerken mit unterschiedlichen Texten und Musik unterlegt. Unter anderem kursiert ein Video mit der Aussage: „Wie könnte ich jemals aufgeben, wenn ich weiß, dass der Pinguin es nie getan hat?“. Die bearbeiteten Clips wurden bis Donnerstagmittag millionenfach angeklickt.
Video mit starker Symbolkraft?
Warum der Pinguin-Ausschnitt gerade jetzt wieder verstärkt geteilt wird, ist unklar. In den Kommentaren reichen die Reaktionen von Mitgefühl und Traurigkeit bis hin zu Verständnis für den Wunsch, alleine seinen Weg zu gehen. Teilweise wird dem Video auch eine symbolische Bedeutung zugeschrieben.
Ein Bezug zu aktuellen politischen Konflikten – etwa rund um Grönland und Spannungen zwischen den USA und europäischen NATO-Staaten – mag dabei Gefühle ansprechen, nicht jedoch den Ort: Pinguine leben ausschließlich auf der Südhalbkugel und nicht in der Arktis.
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