Sankt Pölten – das ist grob gerechnet die Einwohnerzahl Grönlands. Diese 60.000 liegen im Vergleich zu den 340 Millionen der USA unterhalb der Wahrnehmungsschwelle Trumps. Daher stehen die Grönländer und ihre Insel auf verlorenem Posten, wenn sie sich nicht dem Herrn der Welt fügen wollen.
Diese Erfahrung machen auch acht europäische Staaten, die US-Strafzölle bekommen, weil sie gewagt hatten, ein paar Soldaten symbolisch Grönland besuchen zu lassen. Wird ihnen die EU solidarisch zur Seite springen oder sich wie üblich wegducken bis hin zur Selbstverleugnung (Zollfragen bestimmt die EU)?
Europa muss der Trump-Erpressung die Stirn bieten! Die EU ist schwach, aber (noch nicht) ohnmächtig. Europa mit 500 Millionen Einwohnern ist für die 340 Millionen Amerikaner ein wichtiger Markt. Die Wirtschaft der USA braucht Europa. Weiß das der verblendete Mann im Weißen Haus? Es ist zu befürchten, dass er auf eine deutliche Reaktion der EU blindwütig doppelt und dreifach zurückschlägt – und dass es ein anderes Land büßen muss: Die Ukraine ist die Achillesferse der EU.
Wirtschaft braucht Verlässlichkeit. Mit seiner Sprunghaftigkeit verstößt Trump gegen seine eigenen ökonomischen Instinkte. Falls es doch zum Handelskrieg kommt, werden beide Seiten, also auch die USA, tiefe Verletzungen davontragen. Europa muss sich jedoch endlich auf die Beine stellen – und das hat seinen Preis.
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