Pinz Harry ist am Montag am Royal Courts of Justice erschienen, wo ein auf neun Wochen angesetzter Prozess gegen die Verleger der „Daily Mail“ beginnt. Der Herzog von Sussex wirft dem Medienhaus Associated Newspapers vor, über Jahrzehnte hinweg illegal Informationen beschafft zu haben.
Der Prozess dreht sich um mutmaßliche unrechtmäßige Recherchemethoden wie Telefon-Hacking, Abhöraktionen und den Einsatz von Privatdetektiven. Zudem seien etwa medizinische Daten „durch Täuschung“ erlangt worden. Die Vorwürfe betreffen den Zeitraum zwischen 1993 und 2011. Associated Newspapers weist alle Anschuldigungen entschieden zurück.
Ein ganzer Tag im Zeugenstand
Prinz Harry selbst wird laut Zeitplan erst am Donnerstag vor Gericht aussagen und er wird dann sogar einen ganzen Tag im Zeugenstand verbringen! Auf die Frage eines Reporters, ob er zuversichtlich sei, antwortete Harry lediglich knapp mit „Good morning“. Als ihm eine Frau Glück wünschte, bedankte er sich und betrat anschließend das Gerichtsgebäude.
Neben Prinz Harry klagen weitere prominente Persönlichkeiten, darunter Sir Elton John, dessen Ehemann David Furnish, Schauspielerin Liz Hurley, Sadie Frost, Baroness Doreen Lawrence – die Mutter des ermordeten Stephen Lawrence – sowie der frühere liberaldemokratische Politiker Sir Simon Hughes. Liz Hurley erschien gemeinsam mit ihrem Sohn Damian Hurley vor Gericht, auch Sadie Frost wurde bereits im Gebäude gesehen.
Sehr persönlicher Kreuzzug
Für Harry, der sich vor gut fünf Jahren vom engeren Kreis der Königsfamilie lossagte und mit seiner Frau Herzogin Meghan (44) in den USA lebt, ist es bereits die dritte Klage dieser Art.
Die Gründe für seinen Kreuzzug gegen die Boulevardpresse sind sehr persönlich. Er hat mehrfach deutlich gemacht, dass er den Unfalltod seiner Mutter Prinzessin Diana 1997 in Paris den Paparazzi anlastet, die ihr und ihren Begleitern damals auf den Fersen waren. Mehrmals deutete er an, dass er befürchtet, Meghan könne ein ähnliches Schicksal ereilen.
Der Ausgang des Verfahrens gilt als wegweisend für den Umgang der britischen Boulevardpresse mit Prominenten – und könnte weitreichende Folgen für den Mediensektor haben.
Ein Treffen mit seiner Familie ist unwahrscheinlich: König Charles, der die Klage seines Sohnes nicht unterstützt, befindet sich im schottischen Balmoral. Prinz William, und dessen Ehefrau Kate sind ebenfalls Hunderte von Kilometern weit weg bei einem Besuch in Stirling und Falkirk in Schottland.
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