Der Google-Mutterkonzern Alphabet und das KI-Startup Character.AI haben eine Klage wegen des Vorwurfs, ein Chatbot habe zum Suizid eines 14-Jährigen in den USA geführt, beigelegt. In einer Gerichtsakte vom Mittwoch hieß es, die Unternehmen hätten sich mit der Mutter des Buben geeinigt.
Sie hatte in einem der ersten derartigen Fälle in den USA behauptet, ihr Sohn habe sich das Leben genommen, nachdem er von einem Chatbot von Character.AI dazu ermutigt worden sei.
Es handelt sich um einen der ersten Fälle in den USA, bei dem KI-Firmen wegen mutmaßlicher psychischer Schäden verklagt wurden. Über die Bedingungen des Vergleichs wurde zunächst nichts bekannt. In der Klage hieß es, der Chatbot habe sich als echte Person, zugelassener Psychotherapeut und erwachsener Liebhaber ausgegeben.
Character.AI wurde von zwei ehemaligen Google-Ingenieuren gegründet. Die Klägerin argumentierte, Google sei daher ein Mitentwickler der Technologie. Ein Sprecher von Character.AI und ein Anwalt der Kläger lehnten eine Stellungnahme ab. Die Unternehmen haben laut Gerichtsakten bereits ähnliche Klagen in anderen US-Staaten beigelegt. Ein US-Gericht hatte einen früheren Antrag der Unternehmen auf Abweisung der Klage zurückgewiesen.
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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