US-Präsident Donald Trump hat Frankreichs Regierung scharf kritisiert, nachdem diese die Staatsbürgerschaft an Schauspieler George Clooney und seine Familie verliehen hatte. George und Amal Clooney seien „zwei der schlechtesten politischen Prognostiker aller Zeiten“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Clooney habe mit politischen Angelegenheiten mehr Aufmerksamkeit erregt als mit seinen „wenigen und völlig mittelmäßigen Filmen“, schrieb er weiter. „Er war überhaupt kein Filmstar, sondern einfach ein Durchschnittstyp, der sich unentwegt über gesunden Menschenverstand in der Politik beschwerte.“ Tatsächlich hatte sich Clooney (64), der unter anderem zweifacher Oscar-Preisträger ist, politisch positioniert und offensiv die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, im vergangenen US-Wahlkampf unterstützt. Der Hollywoodstar wurde im US-Bundesstaat Kentucky geboren.
2021 hatten Clooney und seine libanesisch-britische Ehefrau, die als Menschenrechtsaktivistin arbeitet, ein ehemaliges Weingut in Brignoles in Frankreich gekauft. Hier gebe es keine Paparazzi, die vor der Schule seiner Kinder lauern würden, argumentierte der bekannte Schauspieler unter anderem. Zwar verbringe seine Familie nur einen Teil des Jahres auf dem Anwesen in Südfrankreich, doch sei dies der Ort, „an dem wir am glücklichsten sind“. „Ich liebe die französische Kultur, ihre Sprache, auch wenn ich sie nach 400 Tagen Unterricht immer noch nicht gut beherrsche“, sagte der 64-Jährige Anfang Dezember.
Ich liebe die französische Kultur, ihre Sprache, auch wenn ich sie nach 400 Tagen Unterricht immer noch nicht gut beherrsche.
Schauspieler George Clooney
„Mit zweierlei Maß gemessen“
Für die französische Staatsbürgerschaft waren die Sprachkenntnisse offenbar keine Voraussetzung. In einem Amtsblatt wurde am Wochenende veröffentlicht, dass George und Amal Clooney sowie ihre beiden Kinder nun auch einen französischen Pass haben. Seit dem 1. Jänner 2026 gelten für alle anderen verschärfte Sprachanforderungen, konkret muss das Level reichen, um beispielsweise an einer französischen Universität studieren zu können. Zudem müssen die Einwanderinnen und Einwanderer einen Test über staatsbürgerschaftliches Wissen bestehen.
„Leider hat Frankreich aufgrund seiner absolut katastrophalen Einwanderungspolitik mit einem großen Kriminalitätsproblem zu kämpfen“, kommentierte Trump. Auch in Frankreich selbst hat die Entscheidung für Kritik gesorgt. „Ich persönlich verstehe das Gefühl einiger Franzosen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Wir müssen vorsichtig sein mit der Botschaft, die wir vermitteln“, sagte Frankreichs Vize-Innenministerin Marie-Pierre Vedrenne.
Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist festgehalten, dass die Staatsbürgerschaft „auf Vorschlag des Außenministers“ auch an „französischsprachige Ausländer verliehen werden kann“, deren Verdienste zum Ansehen und Wohlstand Frankreichs beitragen.
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