Im Mordfall um die getötete Pensionistin eines Wiener Seniorenheims in Döbling gibt es jetzt eine brisante Wende: Der tatverdächtige 61-Jährige beteuerte bisher stets: „Ich bin unschuldig!“ Doch nun belasten ihn neue forensische Ergebnisse schwer ...
Wie berichtet, wurde die 87-Jährige am 20. Jänner in einer noblen Seniorenresidenz in Wien-Döbling erstickt aufgefunden. Das unfassbare Detail: Bei der Obduktion entdeckten Gerichtsmediziner drei Ringe der Frau in ihrem Hals – offenbar gewaltsam hineingestopft.
Beteuert nach wie vor Unschuld
Der dringend Tatverdächtige – ein 61-jähriger gebürtiger Türke – sitzt seither in U-Haft. Er wurde in der Wohnung seiner Freundin in Wien-Penzing festgenommen. Trotz erdrückender Indizien streitet er jede Beteiligung ab. Gegenüber seinen Verteidigerinnen, unter anderem Astrid Wagner, gab er lediglich zu, zur Tatzeit im Heim gewesen zu sein – das Opfer will er nicht gekannt haben.
Doch jetzt kommt das nächste Detail ans Licht: Laut Informationen der „Krone“ wurden an den drei Ringen, an denen sie erstickt war, DNA-Spuren des 61-Jährigen gefunden! Auch auf der Leiche der 87-Jährigen sollen sich entsprechende Spuren befinden. Ein Gutachten belastet den Mann massiv.
Mit Plastik-Blumen vor Residenz gesichtet
Und es gibt noch ein brisantes Detail: Der „Krone“ liegt ein Foto vor, das den Verdächtigen mit einem Rosenstrauß beim Betreten der Seniorenresidenz am Tag der Schocktat zeigt. Die Blumen? Keine romantische Geste – es sollen Plastik-Rosen gewesen sein.
Wollte sich der mehrfach vorbestrafte Mann – der bereits wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt wurde und hohe Spielschulden haben soll – so Zutritt verschaffen oder Vertrauen erschleichen? Der Tatverdächtige beteuert, an diesem Tag eine andere Person besucht zu haben – alle Vorwürfe weist er nach wie vor zurück.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamts laufen weiter auf Hochtouren. Die Landespolizeidirektion Wien hat für Dienstag um 10 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt. Für den 61-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.
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