Wieder zu Silvester

13 Partygäste bei Brand in Grazer Bar verletzt

Steiermark
01.01.2026 09:23

Schon wieder ist es zu Silvester zu einem Großfeuer in einer Grazer Bar gekommen: Nachdem es vor genau zwei Jahren im „Stern“ eine Tote und Dutzende Schwerverletzte gegeben hatte, wurden diesmal 13 Gäste verletzt, als in einem Lokal in der Gleisdorfer Gasse ein Brand ausgebrochen war. Eine Sprühkerze soll Deko-Material entzündet haben.

„MANV-Voralarm – Patientenanzahl unbekannt, Ressourcen kontrollieren und notwendige Anpassungen unverzüglich vornehmen!“ – Nach Mitternacht löste das Grazer Rote Kreuz via Eilt-Nachricht an die Spitäler Großalarm aus, nachdem ein Feuer in der Grazer „Wunderbar“ gemeldet worden war. In der Gleisdorfer Gasse soll ein Lokalgast Sprühkerzen entzündet haben, wodurch Dekoration an der Lokaldecke sofort Feuer gefangen hatte. Es kam daraufhin zu einer starken Rauchentwicklung, Dutzende Partygäste drängten ins Freie.

Ein Großaufgebot der Einsatzkräfte war vor Ort, wie Bilder des ORF Steiermark zeigen.
Ein Großaufgebot der Einsatzkräfte war vor Ort, wie Bilder des ORF Steiermark zeigen.(Bild: ORF Steiermark)

Rauchgasvergiftungen und Stürze
In der Zwischenzeit war ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettung und Polizei vor der Bar eingetroffen, die Straße wurde gesperrt. Silvester-Feiernde, die sich bei Stürzen und durch Rauchgase Verletzungen zugezogen hatten, wurden erstversorgt und danach in die Grazer Spitäler gebracht. Das Rote Kreuz war mit insgesamt zehn Fahrzeugen und 29 Sanitätern vor Ort. Insgesamt wurden zwölf Menschen leicht verletzt, eine junge Frau erlitt einen Beinbruch und wurde somit schwer verletzt. Zehn Betroffene wurden insgesamt im LKH-Uniklinikum Graz behandelt. 

In der Grazer „Wunderbar“ brach zu Mitternacht Feuer aus.
In der Grazer „Wunderbar“ brach zu Mitternacht Feuer aus.(Bild: Jürgen Fuchs)

Erinnerungen an „Stern“-Inferno
Die Berufsfeuerwehr Graz, im Einsatz mit drei Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften, konnte den Brand löschen. Die Polizei hat indes Ermittlungen eingeleitet – und es werden wieder böse Erinnerungen an die Silvesternacht vor zwei Jahren wach, als im „Stern“ ein verheerendes Inferno ausgebrochen war. Damals war ein Todesopfer zu beklagen, diesmal dürfte das Unglück glimpflicher ausgegangen sein.

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