Mikaela Shiffrin ist jetzt dreifache Olympiasiegerin! Die US-Amerikanerin holte am Mittwoch in Cortina das zweite Slalom-Gold ihrer Karriere. Sie gewann mit 1,50 Sek. Vorsprung auf die Schweizerin Camille Rast. Bronze ging mit einem Rückstand von 1,71 Sek. an die Schwedin Anna Swenn Larsson. Katharina Truppe (+2,00) und Katharina Huber (+2,08) als die Besten der vier Österreicherinnen belegten die Plätze fünf bzw. sechs.
Huber und Truppe waren nach dem ersten Lauf Neunte und Zehnte gewesen, der Rückstand auf die Medaillenplätze war nach auch nicht fehlerfreien zweiten Läufen letztlich zu groß. „Es ist natürlich schade, wir können uns echt nicht viel vorwerfen“, sagte Truppe auch für ihre Freundin. „Ich glaube, es war einfach der Rückstand im ersten ein bisserl zu viel, weil es einfach eng hergegangen ist.“ In Lauf zwei habe sie die Haarnadel nicht so gut erwischt. „Der fünfte und der sechste Platz tun, glaube ich, ein bisserl weh, aber ist jetzt mal so.“
Huber meinte ähnlich wie Truppe, sie habe es „im ersten Durchgang bei den ersten zehn Toren liegengelassen.“ Eine knifflige, von zwei Seiten angefahrene Passage im ersten, von ÖSV-Techniktrainer Klaus Mayrhofer gesteckten Kurs absolvierte die Niederösterreicherin mit der schnellsten Sektorzeit. „Ich fahre das recht gut vom Training.“ Im Summe habe sie nach Gold in der Teamkombination und nun Rang sechs aber gemischte Gefühle. „Ich sehe, es fehlt nicht viel. So weit weg war ich heute nicht. Ich fahre aber trotzdem glücklich heim, weil so weit weg war ich nicht.“
Shiffrin schlägt nach acht Rennen zu
Shiffrin war ihre acht Olympia-Rennen davor ohne Medaille geblieben, die Rekord-Weltcupsiegerin hat damit nun auch ein gewisses Trauma überwunden. Ihr erstes Slalom-Gold im Zeichen der Fünf Ringe hatte sie 2014 in Sotschi geholt. Vier Jahre später wurde sie in Pyeongchang Olympiasiegerin im Riesentorlauf und holte 2018 auch Silber in der Kombination. In Mailand/Cortina hatte es für sie zuvor in der Teamkombination aus der Führungsposition heraus nur zu Rang vier gereicht, im Riesentorlauf war Shiffrin Elfte geworden.
Vor der Leistung Shiffrins zog Huber sozusagen den Hut: „Mein größter Respekt. Ich war mir nicht sicher, wie sie mit dem Druck umgeht, weil sie hat sich sicher auch selbst sehr viel Druck wahrscheinlich auferlegt. Gerade mit der Kombi hat sie einen besonderen Druck gehabt. Sie ist eine verdiente Siegerin mit sieben von acht Saisonsiegen, da darf man schon die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewinnen.“ Mit Katharina Gallhuber (+3,76) und Lisa Hörhager (+4,85) landeten die anderen beiden Österreicherinnen auf den Endrängen 22 und 25.
Die rot-weiß-roten Ski-Frauen bilanzieren bei diesen Spielen mit Gold durch Huber und Ariane Rädler in der Teamkombination sowie Bronze durch Cornelia Hütter im Super-G, nachdem sie erstmals seit 2002 ohne Slalom-Medaille geblieben waren.
Das Slalom-Ergebnis:
Die Männer haben Silber durch Vincent Kriechmayr und Manuel Feller in der Teamkombination sowie durch Fabio Gstrein im Slalom geholt. Das ergibt gesamt je einmal Gold und Bronze sowie zweimal Silber.
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