Der Olympia-Slalom der Damen steht heute auf dem Programm. Wir berichten LIVE ab 10 Uhr, siehe Ticker unten.
Hier der Liveticker:
Österreichs Slalomläuferinnen sind seit zwei Jahrzehnten bei Olympischen Spielen Medaillengarant, seit 2006 holten die ÖSV-Technikerinnen stets Edelmetall. Zum Abschluss der Alpinbewerbe in Italien will das ÖOC-Team um Katharina Truppe und Team-Olympiasiegerin Katharina Huber am Mittwoch (10.00 und 13.30 Uhr) diese Erfolgsserie fortsetzen. Auf dem relativ flachen und kurzen Hang in Cortina d‘Ampezzo wird ein enges Rennen erwartet. „Ich hätte es gerne ein bisschen steiler“, meinte Truppe. Es ist ein Hang, „auf dem man überhaupt keine Fehler machen darf, wo man sauber fahren muss“, sagte die Kärntnerin. Bei der Teamkombination ist ihr das nicht gelungen, das „hat lange an mir genagt“, die Trainings danach waren auch „richtig bescheiden“.
Mit Hausaufgaben ihrer Mentaltrainerin hat sie sich wieder aufgebaut, mit Blick auf ihre bisherige Saison kann sie ohnehin mit viel Selbstvertrauen an den Start gehen. Die 30-Jährige hat den Riesentorlauf aus ihrem Programm gestrichen und fährt mit sechs Plätzen in den Top sechs und dem Stockerlplatz in Flachau als Höhepunkt ihre bisher beste Slalomsaison. Ihr Rezept für Mittwoch: „Nicht was anderes fahren als in den Weltcup-Rennen. Schneller Schwung, ein bisschen Glück und eine gewisse Lockerheit, dann schauen wir, das rauskommt“, sagte Truppe.
Gold gibt Huber richtig Aufwind
Eine Medaille, und die sogar in Gold, liegt schon in ihrem Zimmer. Zimmerkollegin Huber hat sie dank eines starken Slaloms in der Teamkombination mitgebracht. „Das macht es ein bisschen leichter, ich kann sehr befreit darauf losfahren, alles was kommt, ist eine absolute Draufgabe“, erklärte die Niederösterreicherin, die sich ein paar Tage in Salzburg zurückgezogen hat. Das Training in Hinterreith auf einem Hang, der ähnliche Passagen wie jene auf der Tofana hat, war „ein bisschen einen Neustart, weil der Mittwoch ist sehr wichtig für mich“.
Denn sie will im Spezialslalom endlich ihr Potenzial abrufen, ihr Olympiasieg gibt ihr einen richtigen mentalen Boost dafür. „Mir wurde oft gesagt, dass ich eine gute Skifahrerin bin. Schwarz auf weiß habe ich es aber noch nicht stehen gehabt – und vielleicht auch nicht mehr den hundertprozentigen Glauben. Das hat mir brutal neuen Auftrieb und Kraft gegeben, dass es doch passieren kann, wenn ich selber an mich glaube“, gab Huber Einblick in ihr aktuelles Selbstbewusstsein, das sich auch im Training gezeigt hat. „Man traut sich die Linie besser zu und über die Linie wird der Schwung schnell.“
Gallhuber kann wie 2018 „nur überraschen“
Wie sich eine Olympia-Medaille anfühlt, weiß auch Katharina Gallhuber. Vor acht Jahren holte sie Bronze im Slalom, danach setzte es, auch verletzungsbedingt, einige Rückschläge. Vor über zwei Jahren gab es den letzten Top-Ten-Platz, seit ihrer Olympia-Nominierung wähnt sie sich aber wieder im Aufwind, auch wenn es sich in den Ergebnissen noch nicht niedergeschlagen hat. Das „hat in mir was bewegt. Ich traue mir mehr zu, habe in mir, dass ich vorne mitmischen kann“, erklärte die Niederösterreicherin.
Ihr Kombi-Slalom sei „passabel“ gewesen, optimistisch stimmt sie, dass sie „sehr schnelle Abschnitte“ dabei hatte. Ähnlich wie vor acht Jahren will sie nun wieder aus der Außenseiterrolle zuschlagen. „Ich kann nur überraschen“, sagte Gallhuber, der auch die Tofana gut gefällt. „Von der Charakteristik taugt mir der Hang. Ich bin doch eine sehr dynamische Skifahrerin, den Hang muss man von Start bis Ziel pushen.“
Mayrhofer steckt ersten Lauf
Einen kleinen Vorteil haben die drei Katharinas sowie Lisa Hörhager vielleicht im ersten Lauf, den ihr Trainer steckt. Klaus Mayrhofer wartete schon in Spindlermühle mit einer Kombination auf, die ähnlich wohl auch auf der Tofana zu sehen sein wird. Es ist eine Passage „mit vielen Toren, und man weiß auf die Schnelle nicht, wo man hin muss. Wir können die Kombination fahren, ohne dass wir groß nachdenken müssen“, meinte Huber.
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