Silvesternacht-Bilanz:

49 Feuer, zwei Cobra-Einsätze und sechs Verletzte

Oberösterreich
01.01.2026 10:43

Es war eine einsatzreiche Nacht – vor allem Oberösterreichs Feuerwehren waren gefordert, statt aufs Neue Jahr anzustoßen. 49 Brände, die allermeisten davon vermutlich durch Böller und Co. ausgelöst, galt es zu bekämpfen. Die größten in Traun und St. Florian/L. Dafür sind laut ersten Meldungen der Rettungskräfte keine groben Böllerunfälle bekannt, sechs Personen wurden aber verletzt.

In St. Wolfgang musste eine 16-Jährige mit Gesichtsverletzungen, verursacht durch Pyrotechnik, versorgt und ins Spital gebracht werden. Laut ersten Informationen sind die Blessuren aber leicht und es bleiben keine Schäden. Und Neuhofen/Krems fiel einem ausgebildeten Pyrotechinker (30) eine Rakete um, die im Nachbargarten einschlug und einen 28-Jähringen an den Beinen verletzte. In Linz gab es zwei Opfer, eines war von einer Rakete getroffen worden, das zweite hat Augenverletzung durch ein „Römerlicht“, wie das Rote Kreuz berichtet. In Steyr musste ebenso eine Augenverletzung versorgt werden, und in Oberndorf (Bezirk Vöcklabruck) erlitt ein Patient schwere Verbrennungen an den Beinen. Wie berichtet, hatte es vor der Silvesternacht in Münzkirchen und Mauthausen schon zwei schwere Böller-Unfälle mit weggesprengten Fingern und Verbrennungen gegeben.

Auch die Cobra rückte zweimal aus
Zwei Einsätze wegen des Gebrauchs von Schreckschussmunition gab es in Linz-Ebelsberg und Wels. Während in Linz drei Teenager, die mit einer täuschend echt aussehenden Fake-Waffe herumballerten, rasch gefasst wurden und sie Reue zeigten, musste in Wels sogar die Cobra ausrücken. Denn ein Slowene hatte von einem Balkon mit einer Waffe auf ein anderes Haus gezielt, war von Polizisten, die auf der Straße in Einsatz waren, gesehen worden – doch er reagierte nicht auf sie. Die Beamten evakuierten den Gefahrenbereich, da unklar war, ob eine echte Waffe im Spiel ist. Auch auf Anrufe und Klopfen gab´s zuerst keine Reaktion des Verdächtigen, mehrere Personen waren allerdings wieder am Balkon zu sehen. Kurz bevor die Cobra die Tür aufbrechen wollte, reagierte der 31-Jährige und meinte, er habe nicht reagiert, weil er „kein Deutsch spricht“. Auch in Braunau musste wegen einer Schreckschusswaffe die Cobra anrücken und jagte einem unbeteiligten 14-Jährigen den Schreck seines Lebens ein. Er öffnete nämlich, als es klopfte, und schaute in die Mündung einer Polizeipistole. Der Bursch, der nur zu Besuch war, floh in die Wohnung, drinnen fanden die Polizisten ein Paar (44, 47), die vom Balkon mit einer Schreckschusswaffe gefeuert und den Nachbarn Angst eingejagte hatte.

Zahlreiche Einsatzorte
Am meisten gefordert waren die Feuerwehren. Nach dem Brand in Garsten, der für einen 85-Jährigen tödlich endete, gab es ab 17 Uhr immer wieder Feueralarm durch Böller und verirrte Raketen, die Gebäude, Hecken oder Zäune in Brand schossen.

In Waldburg, Asten, Traun, St. Peter am Hart, Spital am Pyhrn, Wallern, Ried im Traunkreis, Kronstorf, Gunskirchen, Steyregg, Steyr, Wartberg/A., Grieskirchen, Wolfern, St. Martin/I., Gosau, Lambach, Braunau, Scharten, Marchtrenk, Enns, Oberndorf, Hörsching, St. Georgen/G., Attnang-Puchheim, Schwertberg, Gmunden, Kirchdorf, Leonding, Timelkam, Altmünster, St. Peter/W. und Steyr heulten die Sirenen.

Brandermittlungen laufen
Meist waren es nur Mistkübel oder Hecken. In Gosau brannte dagegen eine Holzhütte nieder. Bei den Löscharbeiten gab es durch die Kälte Probleme mit Eisbildung, verletzt wurde aber niemand. Auch hier steht Pyrotechnik wie bei den Großbränden in Traun und St. Florian unter Verdacht, die Feuer ausgelöst zu haben. Die Brandermittlungen laufen aber teils erst an.

Brandeinsatz in Asten
Brandeinsatz in Asten(Bild: FF Asten)

„Das ist kein Spaß“
In Asten gab's gleich mehrere Brände, dabei konnte die Polizei auch Schreckschussmuntion sichergestellt werden. „Unsere Feuerwehrfrauen und -männer haben ebenfalls Silvester, Familie und Freunde. Sie sollten diesen Abend mit ihren Liebsten in Ruhe verbringen dürfen. Das ist kein Spaß! Es ist gefährlich, es ist Vandalismus und macht Angst“, kommentiert Astens Bürgermeisterin Alma Halilovic die Vorgänge in der Nacht.

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