Eigentlich freute sich Elisabeth und Andi Nussbaumer auf ruhige Tage. Doch dann kam ein Notruf einer Tierärztin und die Frage, ob sie noch einen Schafbuben aufnehmen könnten.
Auf ihrem Lebenshof in Weppersdorf im Burgenland leben viele, viele Tiere – und seit 23. Dezember ist es gleich noch ein Schafbock mehr. „Die Amtstierärztin aus dem Bezirk Oberwart hat uns am 22. angerufen, weil der Bock alleine in einem Stall stand und seine Besitzerin schwer krank ist. Sie sagte uns, die Situation sei nicht mehr tragbar, und fragte, ob wir helfen können.“
„Die verfilzte Schicht lähmte ihn regelrecht“
Wer die beiden kennt, weiß: Ist ein Tier in Nöten, gibt es kein „Nein“. Also wurde am nächsten Tag der Pferdehänger klargemacht und der Weg in den „Süden“ angetreten. Vor Ort war dann klar, warum es so dringend gewesen war. Der Bock war riesig, seit Jahren offenbar nicht geschoren, dafür klatschnass, mit einem halben Wald aus Ästen, Blättern und Erde in der Wolle. „Die verfilzte Schicht lähmte ihn regelrecht“, erzählen Elisabeth und Andi.
Zu dritt manövrierten sie das Tier in den Gott sei Dank großen Hänger. Dann ging’s zum Gesundheitscheck zur Tierärztin. „Man glaubt es kaum, bis auf eine Fehlstellung des Fußes, weil die Klauen zu lange nicht geschnitten wurden, ist er erstaunlich fit“, so das erleichterte Fazit.

Spontan organisierte die Tierärztin einen Schafscherer, der sogar am 23. Dezember für das Tier ausrückte. Rund 25 Kilo Wolle holte er von dem Bock herunter und kümmerte sich auch gleich um die stark vernachlässigten Klauen. Und auch er stellte – genau wie die Tierärztin – seine Arbeit unentgeltlich zur Verfügung.
Mittlerweile ist Rudolph – um 25 Kilo leichter, mit hübschen Füßchen und vielen neuen Freunden – am Lebenshof angekommen.
Hier darf er jetzt durchatmen, Teil einer Gemeinschaft sein und ein glückliches Schaf-Leben führen.
Danke an alle, die das möglich gemacht haben!
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