Sie kann einfach alles! Beim Heimweltcup in Steinach am Brenner triumphierte Paraski-Ass Veronika Aigner in der sehbeeinträchtigen Klasse mit Guide Elisabeth Aigner in beiden Super-G-Rennen. In Santa Caterina gewann sie die erste Abfahrt. Und am Freitag siegte die Niederösterreicherin in St. Moritz im ersten Riesentorlauf der Saison. Auf Platz zwei landete Elina Stary mit Guide Stefan Winter. Auch Johannes Aigner stand mit Guide Nico Haberl als Zweiter auf dem Stockerl.
„Vroni“ meinte nach ihrem Sieg: „Es war cool, aber auch richtig schwer für mich zu fahren. Ich bin leider ziemlich verkühlt mit Kopfweh und Halsweh, ich wollte aber unbedingt starten. Umso mehr freut es mich, dass wir es nach Hause gebracht haben. Jetzt freue ich mich erstmal auf mein Bett. Sollte es halbwegs gehen, werde ich den Riesentorlauf am Samstag fahren, den Slalom am Sonntag lasse ich aber definitiv aus.“
Tochter von Ex-Kicker Zweite
Auch Elina Stary, Tochter von Ex-Fußballer Roman Stary, holte mit Guide Stefan Winter mit Platz zwei das nächste Top-Resultat. Die Kärntnerin hatte in Steinach schon die Kombination gewonnen und zwei zweite Plätze im Super-G erreicht. Die Abfahrten in Santa Caterina ließ die 18-Jährige, die nur zwei Prozent Sehvermögen hat, aus. Manfred Widauer sagt: „Sie hat sich auch im Speed-Bereich extrem gut entwickelt. Elina ist generell eine ausgezeichnete Skifahrerin.“
„Das ist einfach sensationell“
Zu Veronika Aigner, die acht Prozent Sehvermögen hat, meint Widauer: „Das ist einfach sensationell.“ „Vroni“ hält bei vier Saisonsiegen. Insgesamt hält Österreichs Paraski-Team in diesem Winter schon bei neun ersten Plätzen! Der Kurs in Richtung Paralympics in Cortina stimmt!
Die stehenden Herren belegten in St. Moritz im ersten Riesentorlauf die Plätze 8 (Thomas Grochar), 10 (Nico Pajantschitsch), 11 (Markus Salcher), 13 (Manuel Rachbauer).
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