Wie die britische TV-Anstalt BBC berichtet, handelt es sich bei der Corona Del Mar High School in Newport Beach um eine Schule für die Kinder betuchter Eltern. Entsprechend wichtig sind den Eltern gute Noten.
28-Jähriger soll Schülern geholfen haben
Um den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden, griffen die Kinder allerdings nicht etwa zum Lehrbuch, sondern zum Keylogger. Gemeinsam mit einem 28-jährigen externen Tutor sollen Schüler Hardware-Keylogger an die Lehrer-PCs angeschlossen und so Passwörter und Zugangsdaten erbeutet haben.
Bewaffnet mit diesen Infos tobten sich die Schüler im Schulnetzwerk aus. Sie veränderten bereits eingetragene Noten zu ihren Gunsten und entwendeten Informationen zu kommenden Tests. Aufgeflogen ist das Treiben der Schüler erst, als eine Chemielehrerin bemerkte, dass einige ihrer Noten verändert wurden.
Lehrer müssen nun 750.000 Noten überprüfen
Jetzt versucht die Schule, das Ausmaß des Hacker-Manipulationsskandals zu erfassen. Dafür müsse man rund 750.000 Noten nochmals einer genauen Prüfung unterziehen, heißt es. Kein angenehmer Job für die betroffenen Lehrer.
Aber auch für die hackenden Schüler hatte ihr Tun Folgen. Sechs der elf Drahtzieher haben die Schule mittlerweile freiwillig verlassen, die übrigen fünf wurden von der Corona Del Mar High School geworfen und besuchen nun eine andere Schule.
Neue Technologien sorgen für neue Probleme
Geht es nach dem IT-Sicherheitsexperten John Hawes, werden hackende Teenies in Zukunft öfter zum Problem für Lehrer werden. "Die zunehmende Nutzung von Technologie in der Erziehung sorgt für neue Probleme im Sicherheits- und Privatsphärebereich", warnt er.
Weil Kinder so neugierig seien, sei es sehr schwierig, sie davon abzuhalten, sich Zugang zu Dingen zu verschaffen, die sie nichts angehen. "Aber es sollte nicht außerhalb unserer Fähigkeiten liegen", sagt Hawes.









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