Tiefgehende Doku

“Blick in den Abgrund” mit den Augen der Profiler

Kino
29.01.2014 14:19
Manche ertragen den Horrorjob nicht über Jahre: In diesem österreichischen Dokumentarfilm berichten sechs Profiler aus vier Ländern, wie sie Mördern auf die Spur kommen und mit Sadismus und zerstückelten Leichen umgehen müssen. Ab Freitag läuft die Doku von Barbara Eder, die 2013 bei der Grazer Diagonale Premiere feierte, in den heimischen Kinos. Die Story ist nichts für schwache Nerven.

Am Anfang steht ein Nietzsche-Zitat: "Wenn du zu lange in den Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." Es ist dies das Porträt von sechs internationalen Profilern, Personen, die sich ausschließlich mit der Erstellung von Psychogrammen von Triebtätern befassen. 

Helen Morrison etwa, Spezialistin für forensische Psychiatrie. Sie glaubt nicht mehr an kindliche Traumata als Auslöser für bestialische Taten, sondern vermutet einen zerebralen Defekt bei den Tätern.

Filmemacherin Barbara Eder legt den Fokus auf die Ermittler, die die Verbrecher fassen, wohl wissend um die morbide Faszination, die vom Phänomen des Serienkillers ausgeht und die Filme wie "Das Schweigen der Lämmer" oder "Psycho" zu Kassenschlagern machte.

Entstanden ist eine Ansammlung von verstörenden Seitenblicken, die von der kühlen Professionalität der Profiler abgefedert werden. Mentale Stärke ist wohl das Geländer am Rande jeglichen Abgrunds.

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