16.12.2013 15:14 |

Mittels "Dawn"-Sonde

Geologische Vielfalt auf Asteroid Vesta entdeckt

Ein Blick auf bisher verborgene Schönheiten des Asteroiden Vesta ist Forschern mithilfe der US-Raumsonde "Vesta" gelungen. Neu ausgewertete Bilder zeigen abwechslungsreiche geologische Formationen und einzigartige Landschaften, wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im deutschen Katlenburg-Lindau mitteilte.
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Die Bilder belegen demnach die geologische Vielfalt des Protoplaneten, der in einer frühen Phase der Planetenentwicklung steckengeblieben ist und im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist. Die NASA-Sonde "Dawn" (kleines Bild) hatte Vesta im Juli 2011 erreicht und bis zum August 2012 umkreist.

Kameradaten neu ausgewertet
MPS-Wissenschaftlern gelang es nun, bei der Neuauswertung der Kameradaten Abbildungsfehler weitestgehend zu unterdrücken. Zudem wurde die Eichung der Kamera so verfeinert, dass auch feinste Helligkeitsveränderungen darstellbar wurden. Dadurch wurden unter anderem durch Beben verschüttete Krater (Bild 1) auf der Vesta-Oberfläche sichtbar gemacht, außerdem von anderen Asteroiden eingetragenes, fremdes Material.

Beeindruckt zeigten sich die MPS-Forscher vor allem von der Ästhetik der farbkodierten Bilder (Bild 2), in denen die verschiedenen Farben für verschiedene Materialien an der Oberfläche des Protoplaneten stehen. "Kein Künstler könnte so etwas malen", erklärte Martin Hoffmann, wissenschaftliches Mitglied des Kamerateams. "Das schafft nur die Natur."

Gräulicher, unregelmäßiger Brocken
Mit dem menschlichen Auge betrachtet sieht Vesta hingegen farblich unspektakulär aus: Der Asteroid präsentiert sich als gräulicher, unregelmäßig geformter Körper mit einem Durchmesser von etwa 530 Kilometern, überzogen von einer Vielzahl größerer und kleinerer Krater.

Die vor fünf Jahren gestartete Forschungssonde "Dawn" ist derzeit zum Zwergplaneten Ceres unterwegs. 2015 soll die Sonde den Himmelskörper erreichen, der ebenfalls zwischen Mars und Jupiter seine Bahn um die Sonne zieht. Die "Dawn"-Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde NASA geleitet.

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