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14.12.2013 18:32

Nordkorea ruft Landsleute aus China zurück

Das kommunistische Regime Nordkoreas hat nach Medienberichten völlig überrraschend in großer Zahl Geschäftsleute des eigenen Landes aus China zurückgerufen. Die Anweisung könne mit der Hinrichtung des Onkels von Machthaber Kim Jong Un im Zusammenhang stehen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag unter Berufung auf Informanten in der Stadt Shenyang im Nordosten Chinas.

Betroffen von der Rückholaktion seien demnach Nordkoreaner, die von Shenyang sowie der Stadt Dandong aus den Handel mit China betrieben und auch um Investitionen werben sollten. Viele von ihnen hätten China in aller Eile verlassen, hieß es. Nordkoreas Regierung habe offenbar zudem vor, ihre Mitarbeiter aus China zurückzurufen. Beamte, die direkt mit Kims Onkel Jang Song Thaek zu tun gehabt hätten, müssten befürchten, nicht mehr ins Ausland reisen zu dürfen.

Jang hatte lange Zeit als zweitmächtigster Mann Nordkoreas gegolten. Mehrmals hatte er große Delegationen nach China geführt, um die wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen. Nordkorea hatte am Freitag die Hinrichtung des 67-Jährigen bestätigt, ein Militärtribunal habe ihn am Donnerstag wegen eines Umsturzversuches zum Tode verurteilt (siehe Infobox). Südkorea befürchtet nun eine große Instabilität im Nachbarland, Kim Jong Un wolle demnach durch eine politische Säuberung seine Macht stärken.

Nach Exekution von Onkel: USA warnen Kim
Indes haben die USA nach der Hinrichtung Jangs Kim und das Regime in Pjöngjang vor "provokativen Handlungen" gewarnt. Die Exekution sei ein "unglaublich brutaler" Vorgang, der in die "schreckliche" Bilanz der Menschenrechtsverletzungen des Landes eingehe, sagte US-Außenamtssprecherin Marie Har am Samstag. Washington werde nach diesem Vorfall die Gespräche mit den "Verbündeten und Partnern in der Region" verstärken, um die "innere Lage" zu verstehen.

Die nordkoreanischen Staatsmedien setzten inzwischen ihre Kampagne fort, Kim Jong Un als unanfechtbaren Staatslenker darzustellen. Die Tageszeitung "Rodong Sinmun" etwa verbreitete ein Foto des Diktators, auf dem er gelassen die Hände in den Taschen hält. In der Zeitung kommt auch ein Arbeiter zu Wort, der sein Bedauern darüber äußert, dass Jang nicht "wie ein Hund" auf eine Baustelle gezerrt und bei lebendigem Leib einbetoniert worden sei.

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