Ein 44-jähriger Serbe musste sich am Donnerstag wegen versuchten Mordes und absichtlich schwerer Körperverletzung in Innsbruck vor Gericht verantworten. Er soll in einer Wohnung mit einem Messer auf zwei Türken losgegangen sein.
Da ist wohl etwas gewaltig aus dem Ruder gelaufen. Im Oktober feierten vier Männer und eine Frau in der Wohnung des Angeklagten in Innsbruck eigentlich eine kleine Party. „Wir haben gemeinsam Alkohol und Kokain konsumiert und hatten es lustig“, erklärte der Serbe.
Messer nur wegräumen wollen?
Was danach geschah und wie die Stimmung gänzlich kippte, stellte der 44-Jährige schließlich doch recht anders dar, als die Tatzeugen und seine beiden mutmaßlichen Opfer – zwei Türken (39 und 45), die er mit einem Messer attackiert und verletzt haben soll. „Es gab keine Eifersuchtsszene und auch keine bewussten und gezielten Messerstiche“, erklärte er mehrfach. Es sei aber zu einer Rauferei gekommen. Das Messer habe er nach dem Handgemenge lediglich wegräumen wollen.
Prozess für weitere Zeugin vertagt
„Ich weiß eigentlich nicht, ob es eine bewusste und gezielte Attacke war“, ruderte eines der Opfer vor Gericht zurück. Es könne auch gut sein, dass er die Situation so wahrgenommen habe, weil er als Diabetiker „im Unterzucker war und deshalb Angststörungen hatte“.
Die weiteren Zeugen, die allesamt bei der drogenschwangeren Party mit dabei waren, konnten ebenfalls wenig zur Aufklärung beitragen. Der Prozess wurde für eine weitere Zeugin auf den 3. Juni vertagt.
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