S4: Zu viele Opfer

Schluss mit tödlichen Unfällen auf Schnellstraße

Niederösterreich
29.03.2025 11:00

Nachdem es aufgrund einer fehlenden Mitteltrennung in den letzten Jahren immer wieder zu Frontalkollisionen mit Todesopfern gekommen war, wird die S4 zwischen Wiener Neustadt und Mattersburg nun verbreitert samt baulicher Trennung von der Gegenfahrbahn. 

„Jetzt wird gebaut, um Leben zu schützen“, präsentiert Verkehrslandesrat Udo Landbauer das Projekt. Auf 14,3 Kilometern wird die S4 zwischen Wiener Neustadt und Mattersburg nun in den kommenden Jahren um 12,5 Meter verbreitert, eine bauliche Mitteltrennung sowie eine zweite Richtungsfahrbahn von Lanzenkirchen bis Mattersburg errichtet. 

In den letzten zehn Jahren gab es insgesamt acht Todesopfer, die aufgrund von Unfällen durch Frontalkollisionen ums Leben kamen. 

Rund 242 Millionen Euro werden in dieses Projekt investiert. Gestartet wird mit einem Neubau von vier Brücken bei Lanzenkirchen, Katzelsdorf, Neudörfl und Bad Sauerbrunn.

Parallel dazu wird die Verbreiterung schrittweise durchgeführt. Der gesamte Ausbau soll bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Trotz Bauarbeiten wird die S4 durchgehend für den Verkehr geöffnet bleiben. 

Weitere Maßnahmen im Sinne des Lärm- und Umweltschutzes
Rund 9.700 Quadratmeter an zusätzlichen Lärmschutzwänden werden errichtet, die neue Fahrbahndecke wird lärmmindernd. Weiters sind Ersatzaufforstungen im Ausmaß von rund 14 Hektar vorgesehen. Und im Bereich der Leithaquerung werden zudem Immissionsschutzwände errichtet, um ein Eintreten von ungereinigten Straßenwässern in das Grundwasser zu verhindern. 

Temporäre Mitteltrennung bereits seit 2023
Bereits im Herbst 2023 errichtete die ASFINAG eine temporäre bauliche Mitteltrennung, durch die Frontalkollisionen gänzlich verhindert werden konnten. 

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