Meister Salzburg gab auch in Halbfinalspiel vier 2:0-Führung aus der Hand. In Bozen setzten allerdings Eisbullen diesmal in der Verlängerung mit dem 3:2 den umjubelten Schlusspunkt. Damit steht es in der Serie 3:1, fehlt nur mehr ein Sieg zum Finaleinzug.
Trainer David stellte nach der Heimniederlage (2:3 n. V.) für Halbfinalspiel vier in Bozen zwei Sturmreihen um: Geburtstagskind Baltram löste Thaler als Center ab, Kosmachuk wurde zu Wukovits und Kraus gespannt. Fürs 1:0 sorgte aber wieder die Paradelinie, die bisher schon für sechs von acht Treffern gegen die Südtiroler verantwortlich zeichnete: Nissner fand per tollem Pass Schneider, der verzögerte, Raffl in Szene setzte – der Kapitän kam mit Tempo, schoss, bezwang Harvey. Salzburg baute sich daran weiter auf, hielt gegen die Hausherren die Partie mehr als offen.
Zumal diese die Salzburger im teilweise zerfahrenen Mitteldrittel nie lange unter Druck setzen konnten. Als sie zu viel nach vorne wollten, fuhren plötzlich drei Bulls auf eins: Kraus zu Bourke – auch im vierten Halbfinalduell führte der Meister 2:0. Diesmal keine zwei Minuten, weil Bozen eine Lücke nutzte, zum 1:2 traf.
Und es fiel zum dritten Mal auch der Ausgleich. Nachdem Huber nach einem Check gegen Di Perna höchst umstrittene zwei Minuten kassiert hatte und im Powerplay wieder einmal Gazley gegen seinen Ex-Klub netzte. Jetzt war die Eiswelle auch aufgewacht, ging es hin und her und Bozen-Goalie Harvey rettete die Overtime mit Mega-Save gegen Bourke.
Mehr Krimi ging nicht mehr, die Salzburger mussten zwei Hausherren-Powerplays killen, Goalie Tolvanen hatte auch so genug zu tun. In Overtime zwei ging es drei gegen drei weiter. Mit guten Chancen auf beiden Seiten, ehe Bradleys Schläger in Murphys Gesicht landete. Powerplay. Das nutzten die Bulls: 3:2 durch Scott Kosmachuks Hammer (93.). „Es war ein intensives Spiel und ein toller Pass von Huber“, strahlte „Kosma“. Die Bulls haben drei Matchpucks.
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