Zu dem angeklagten Vorfall war es im Haus der Familie gekommen. Der Mann verletzte sein Kind - es war zum Zeitpunkt der Tat dreieinhalb Jahre alt - dabei so schwer, dass es blutete. Die Mutter, die bereits seit Längerem einen Verdacht gehegt hatte, kam dazu, als der 37-Jährige der weinenden Kleinen gerade die Kleidung anzog. Die Frau, die nicht aus Österreich stammt, suchte daraufhin mit den beiden Kindern Schutz und Hilfe in einem Frauenhaus.
"Ehefrau will mir eine reinwürgen"
Der Angeklagte bekannte sich vor Gericht nicht schuldig. Seine Frau sei eifersüchtig gewesen und wolle ihm im derzeit laufenden Scheidungsverfahren "eine reinwürgen", so der Mann. Daher habe sie das Kind beeinflusst.
Das inzwischen fünfjährige Mädchen machte bei seiner Einvernahme jedoch sehr klare Aussagen über die Vorgänge. Zudem wurden bei dem Kind Verletzungen festgestellt. Der Schöffensenat hatte daher keinen Zweifel an den Aussagen des Kindes und der Mutter.
Auch Sohn missbraucht?
Laut Richterin Sandra Preßlaber stehen weitere Vorfälle im Raum, die am Freitag jedoch nicht angeklagt waren. So gebe es etwa Anzeichen für einen Missbrauch des jüngeren Sohnes des Paares. Die Staatsanwaltschaft behielt sich eine weitere Verfolgung vor.
Neben der Haftstrafe muss der Mann dem Mädchen ein Schmerzensgeld von 5.000 Euro bezahlen. Die Verteidigung meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Auch die Staatsanwaltschaft berief, ihr war die Strafe nicht hoch genug.
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