Drama vor Lampedusa

Migranten stürzen von Boot ins Wasser: Sechs Tote

Ausland
19.03.2025 09:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Unweit von Lampedusa haben Patrouillenboote der italienischen Küstenwache am Dienstagabend zehn Migranten gerettet und sechs Leichen geborgen. Diese befanden sich an Bord eines havarierten Schlauchboots, wie italienische Medien berichteten.

Die Migrationsströme aus Nordafrika in Richtung Italien haben seit Anfang 2025 wieder zugenommen. 8476 Menschen sind nach Seefahrten über das Mittelmeer in Italien eingetroffen, im Vergleichszeitraum 2024 waren es 7742 gewesen, teilte das Innenministerium in Rom mit.

Die zehn Schiffbrüchigen berichteten, dass sie am Sonntagabend in einem Schlauchboot vom tunesischen Sfax aus aufgebrochen seien. An Bord waren den Angaben zufolge 56 Menschen. Nach weniger als 24 Stunden Fahrt, während sie sich in internationalen Gewässern befanden, sollen mehrere Migranten ins Wasser gestürzt sein – möglicherweise wegen des rauen Seegangs.

Boot fuhr nach Unglück weiter
Das Schlauchboot fuhr jedoch weiter und erreichte die Insel Lampione. Nach den Vermissten wird noch gesucht. Die sechs Leichname junger Männer wurden in die Leichenhalle von Lampedusa gebracht.

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