Rubens (Selton Mello) und Eunice (Fernanda Torres) führen mit ihren fünf Kindern in Rio de Janeiro ein glückliches Familienleben – bis die Militärdiktatur brutal eingreift. Als Rubens verschwindet, kämpft Eunice ums Überleben und den Zusammenhalt ihrer Familie. Doch in einem Land voller Angst und Willkür wird jeder Tag zum Kampf ... Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu dem Oscar-gekrönten Drama „Für immer hier“.
Bilder einer Familie in Rio de Janeiro. Es sind dies die beginnenden 1970er-Jahre. Ein Strandausflug, gemeinsames Essen, Spielen, Lachen, Tanzen. Bis die aufkeimende Militärdiktatur in Brasilien bedrohlich ihre Schatten wirft – und gewaltsam in das Leben der Paivas drängt.
Männer zerren den Familienvater Rubens Paiva, einen vormaligen Kongressabgeordneten, ohne Erklärung aus dem Haus. Später wird auch seine Frau Eunice (Fernanda Torres) zum Verhör genötigt. Nur sie wird aus der Folterhaft zurückkehren und ihre fünf Kinder allein großziehen. Was mit ihrem Ehemann, nach dessen Verhaftung geschah, bleibt im Dunklen.
Regisseur Walter Salles („Die Reise des jungen Che“ u. a. ) umkreist ein Einzelschicksal, um den Versehrungen eines ganzen Landes nachzuspüren, basierend auf der autobiografischen Erzählung des Sohnes der Familie, der elf Jahre alt war, als der Vater verschwand. Ein Zeitdokument voll widerständiger Kraft, das von einer quälenden Leerstelle erzählt. Der Film gewann den Oscar in der Sparte Bester internationaler Film.
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