Handläufe und Zugangsrampen waren für Schüler unbenutzbar geworden, die Stadt Innsbruck jahrelang in Diskussionen um Tierschutz gelähmt. Nun gab es endlich eine Lösung.
Taubenkot auf dem Areal der Musikmittelschule Innsbruck und Mittelschule Olympisches Dorf sorgte jahrelang für Ärger und Grausen – bei Schülern und deren Eltern, aber auch bei Sportvereinen, die in der örtlichen Halle Turniere abhielten. Grund war ein Taubenschlag im Dach der Mittelschule. Versuche, diesen ins nahe Gewerbegebiet abzusiedeln, schlugen fehl: Die Tiere sind geblieben.
Es herrschte Gefahr im Verzug. Der Fluchtweg war schlicht und einfach nicht gefahrlos zu benutzen.
Liste-Fritz-Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider
Lokalaugenschein bestätigte schlimmste Befürchtungen
„Uns erreichten Berichte und Beschwerden besorgter Bürger über katastrophale Zustände“, berichtet Liste-Fritz-Chefin Andrea Haselwanter-Schneider: „Ein Lokalaugenschein bestätigte die schlimmsten Befürchtungen. Der Fluchtweg war vollständig mit Taubenkot bedeckt, auch die Handläufe völlig verdreckt. Deshalb haben wir sofort reagiert und im Gemeinderat einen Antrag eingebracht, um damit die beiden Schulen, die Kinder, Lehrer und Eltern zu unterstützen“, sagt die Fritz-Parteichefin.
Mehrfache Hinweise auf Probleme
Das habe nun die Stadtregierung offenbar tätig werden lassen – „nach Monaten, denn die beiden Schulen hatten immer wieder auf die gefährliche Situation hingewiesen und waren mehrmals bei den Verantwortlichen vorstellig geworden“.
Um Millionen Euro sanierte Terrasse unbenutzbar
Doch offenbar brauche es den Druck der Opposition, „bis endlich etwas passiert. Aufgrund unserer Intervention wurde der sensible Bereich gereinigt und wie von uns gefordert in den Semesterferien auch ein Taubennetz installiert. Eigentlich hätte die Stadt schon vor Jahren tätig werden müssen.“ Vor allem, weil sie eine Terrasse um zwei Millionen Euro saniert hat, um diese als Freiraumklasse verwenden zu können. Doch die Tauben haben dies erfolgreich verhindert – bis jetzt!
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