Erholsamer Schlaf beim Nachwuchs ist wichtig für Entwicklung und Lernfähigkeit! Die Form des Schlummers ändert sich mit dem Alter. So wird beim Baby nur zwischen REM- und Non-REM-Schlaf unterschieden. Andere Schlaf- bzw. Tiefschlafstadien kommen erst später hinzu.
„Die gleichmäßige Schlafverteilung ist besonders wichtig für Lernen und Entwicklung. Bis zur Pubertät verändert sich der Schlaf, dann kommt es mitunter zu Verschiebungen, die herausfordernd sein können“, erläutert Dr. Regina Rath-Wacenovsky, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Spezialisierung Schlafmedizin, aus Wien. „Die dann auftretenden abweichenden Tagesrhythmen wie ein spätes Zubettgehen sind zwar nicht primär dem Medienkonsum geschuldet, werden dadurch aber verstärkt.“
Routine als Schlafhilfe
Der wesentliche Faktor für einen erholsamen Schlaf ist das Umfeld. Routinen sind erforderlich und erlauben auch, den Schlaf zu beeinflussen. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Umgebung mit gewohnten Gerüchen und Geräuschen, aber auch Schlafrituale wie Gute-Nacht-Geschichten. Wichtig ist auch, den Schlafdruck, der sich bei jedem von uns aufbaut, bei Kindern zu erkennen und ihnen die Möglichkeit zu geben, diesem Druck nachzugeben. Ein entscheidender Faktor ist, dass diese Rituale, wie z. B. Gute-Nacht-Geschichten, mit einem Menschen verbunden sind und nicht von einem digitalen Medium abgespielt werden!
Hormon steuert den Tag-Nacht-Rhythmus
„Wir können also den Schlummer unserer Kinder durch ein gesundes Umfeld bzw. einen entsprechenden Rhythmus gestalten, und das innere Melatonin, ein schlafförderndes Hormon, ist ein wichtiges Tool dafür“, betont Dr. Rath-Wacenovsky. „Es spielt eine wesentliche Rolle in der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und ist als Nahrungsergänzungsmittel für Schlafprobleme in zahlreichen Formen erhältlich. Sein Einsatz in der Pädiatrie ist jedoch nicht ganz unbedenklich und gehört unbedingt in ärztliche Hände!
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