19.07.2013 08:18 |

Problemkind Surface

Microsoft bekommt PC-Schwäche zu spüren

Mit einiger Verzögerung bekommt nun auch Microsoft die rückläufigen PC-Verkäufe zu spüren. Überdies macht der eigene Tablet-Computer Surface RT dem Konzern zu schaffen. Microsoft legte in der Folge am Donnerstag Geschäftszahlen vor, die hinter den Erwartungen zurückblieben.

Bisher hatte Microsoft die Probleme auf dem Computermarkt ohne größere Blessuren überstanden. Die neue Finanzchefin Amy Hood räumte nun aber ein, dass Microsoft von den schrumpfenden PC-Verkäufen getroffen worden sei. Gleichzeitig gebe es aber eine "weiterhin starke Nachfrage nach Angeboten für Firmenkunden und die Cloud", führte Hood aus.

Dadurch konnte Microsoft seinen Umsatz im vierten Geschäftsquartal noch um zehn Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar steigern (15,2 Milliarden Euro). Unterm Strich stand ein Gewinn von annähernd fünf Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Microsoft wegen einer hohen Abschreibung noch einen Verlust von fast einer halben Milliarde Dollar ausgewiesen.

Beim tieferen Blick in die Zahlen zeigt sich, wo die Probleme liegen: Der Gewinn der Windows-Sparte halbierte sich auf knapp 1,1 Milliarden Dollar. Microsoft schrieb alleine 900 Millionen Dollar auf seine Surface-RT-Tablets ab, die noch auf Lager liegen. Der Konzern hatte den Preis des Geräts erst kürzlich deutlich gesenkt. Als gute Gewinnbringer erwiesen sich einmal mehr die Office-Büroprogramme sowie die Serversoftware. Der Verlust in der Xbox-Spielesparte ging zurück.

Firmenchef Steve Ballmer hatte erst jüngst einen großen Umbau des Managements angekündigt, um Microsoft fit für die neue Computerwelt zu machen. So werden künftig alle Betriebssysteme unter einem Dach entwickelt; das gleiche gilt für Hardware. Ballmer will weg vom Image Microsofts als vornehmlichem Softwarekonzern. Der Fokus soll stattdessen künftig auf Geräten und Services liegen.

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