Trotz mancher Mängel

Grundwehrdiener mehrheitlich mit Heer zufrieden

Österreich
10.03.2026 12:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreichs Grundwehrdiener bereuen ihre Entscheidung für das Heer mehrheitlich nicht. Laut einer aktuellen Umfrage sind 80 Prozent eher oder sehr zufrieden, den Präsenzdienst gewählt zu haben. Die größte Unzufriedenheit gibt es demnach mit der Ausbildung beziehungsweise den zugewiesenen Aufgaben.

Damit sind nur 49 Prozent der befragten 5000 Grundwehrdiener zufrieden. Bei den regulären Bediensteten ist dieser Wert mit mehr als 70 Prozent deutlich höher. Auch bei der Qualität der Ausbildung bleiben die Werte mit 65 Prozent ausbaufähig. Umgekehrt sind vier Fünftel mit ihren Vorgesetzten und dem Umgangston zufrieden.

Studienleiter Wolfgang Prinz sagte, dass die psychische Belastung der Grundwehrdiener seit der Corona-Pandemie zugenommen habe, obwohl keine erschwerenden Aufgaben am Arbeitsplatz angefallen seien. Die jungen Männer kämen angesichts der diversen Krisen bereits vulnerabler zum Heer. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) sagte am Dienstag, hier werde man bei den Ausbildnern ein entsprechendes Bewusstsein schaffen. In der Ausbildung müsse außerdem mehr auf persönliche Bedürfnisse geachtet werden, etwa dass die jungen Männer bei jenen Verbänden zum Einsatz kommen, die sie tatsächlich interessieren.

Grundwehrdiener bei einer Übung in Allentsteig
Grundwehrdiener bei einer Übung in Allentsteig(Bild: EPA/CHRISTIAN BRUNA)
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Referatsleiter Wolfgang Prinz
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Referatsleiter Wolfgang Prinz(Bild: APA/Hans Klaus Techt)

„Es freut mich sehr, dass viele Grundwehrdiener heute mit ihrem Wehrdienst deutlich zufriedener sind als in der Vergangenheit. Besonders wichtig ist, dass die Mehrheit die Ausbildung als sinnvoll empfindet (...)“, sagte Tanner. Ungefähr sieben von zehn Befragten (72 Prozent) erleben ihre Ausbildung als sinnvoll. Viele gaben an, dass die Zusammenarbeit innerhalb des Bundesheeres gut funktioniert.

Österreicher für Beibehalten der Wehrpflicht
Präsentiert wurde am Dienstag auch eine Gallup-Umfrage zur Wehrpflicht unter 1000 Österreicherinnen und Österreichern. Demnach sind sieben von zehn Befragten (70 Prozent) für die Beibehaltung, wobei es bei den 16- bis 30-Jährigen nur 60 Prozent sind. Demnach unterstützt die Mehrheit (54 Prozent) außerdem die Verlängerung des Präsenzdiensts auf acht Monate plus zwei Monate Übungen. 39 Prozent sprechen sich dagegen aus. Tanner zeigte sich zuversichtlich, dass man zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen werde. Um den Zivildienst zu verlängern, braucht die Regierung eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

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