Holocaust-Gedenktag

Schallenberg: „Hass ist Gift für Gesellschaft“

Innenpolitik
26.01.2025 12:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Montag ist der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Anlässlich dazu hat Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) jetzt an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 80 Jahren erinnert. „Es liegt an jedem Einzelnen von uns, dass wir Hass und Ausgrenzung keinen Platz bieten“.

„Lange Zeit hat Österreich sich davor gescheut, sich dem dunkelsten Kapitel seiner eigenen Geschichte zu stellen. Aber heute stellen wir uns dieser Verantwortung – vollumfänglich“, sagte Schallenberg am Sonntag in einer Aussendung. Bei Hass und Ausgrenzung dürfte es „keine falsche Scheu oder Kompromisse geben“. „Das ist Gift für unsere Gesellschaft.“ 

Derzeit sei sowohl weltweit als auch in Österreich ein „massiver Anstieg“ an antisemitischen Vorfällen zu verzeichnen. „Wir sind niemals davor gefeit, dass sich Geschichte wiederholt. Das muss uns wachrütteln“.

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Wir sind niemals davor gefeit, dass sich Geschichte wiederholt. Das muss uns wachrütteln.

Bundeskanzler Alexander Schallenberg

Van der Bellen reist zur Befreiungsfeier
Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird am Montag gemeinsam mit einer Delegation nach Polen reisen und an der Befreiungsfeier auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz teilnehmen. Teil der Delegation sind unter anderem Kanzleramtsministerin Susanne Raab (ÖVP), der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch und die Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Barbara Glück. Zur Befreiungsfeier werden Vertreterinnen und Vertreter aus 45 Ländern erwartet.

Auch NEOS-Parteichefin Beate Meinl-Reisinger gedachte der Holocaust-Opfer am Sonntag. „‘Niemals wieder‘ bezieht sich nicht allein auf die Vernichtungslager oder die systemstatische Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden, sondern auf alle Mechanismen davor, die eine offene Gesellschaft, die liberale, demokratische Haltung sowie die Sicherheit für jüdisches Leben weltweit aushöhlen und erodieren lassen. Daher: ‘Niemals wieder‘ ist jetzt“, sagte sie in einer Aussendung.

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