In den vergangenen Monaten hat der Schriftsteller Robert Schneider für die „Krone“ außergewöhnliche Menschen porträtiert, die sich für andere einsetzen. Ein Rückblick voller Dankbarkeit.
Das Gesicht der Armut wird sich im noch gelobten Land Vorarlberg in den kommenden Jahren immer augenfälliger zeigen. Das zu behaupten hat nichts mit Prophetie oder Anmaßung zu tun, sondern mit nüchterner, sachlicher Beurteilung der gesellschaftlichen Prozesse und Verwerfungen, die gegenwärtig im Gang sind. Die Überalterung der Gesellschaft, die Frage nach dem langfristigen Funktionieren von sozialen Sicherungssystemen sowie das stetige Steigen der Lebenshaltungs- und Wohnkosten sind nur die augenfälligsten Indizien dafür, dass im Ländle schon längst nicht mehr alles sauber ist. Nicht zu reden von den wirtschaftlichen Problemen, die in Deutschland den Himmel zu verdüstern beginnen, was auch unser Land in erheblichem Ausmaß zu spüren bekommen wird, da viele Betriebe von unserem Nachbarn abhängig sind. Das alles wird in diesem Jahrzehnt nicht spurlos an Vorarlberg vorübergehen. Das Gesicht der Armut wird zu einer Konstante in unserem täglichen Miteinander werden.
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