Vor zwei Jahren gingen nach der Pensionierung von Langzeitwirtin Traudi Zarre in der Sportalm in Kirchschlag bei Linz die Lichter aus. Nun wird das Gasthaus im Zuge des Neubaus des Sport- und Freireitzentrums neu errichtet. Die Gemeinde nimmt für die neue Gastrostätte eine Million Euro in die Hand.
Vor wenigen Jahren zählte die Sportalm in Kirchschlag noch zu den beliebtesten Treffpunkten im Ort. Nach 27 Jahren verabschiedete sich 2022 Wirtin Traudi Zarre in die Pension. In der Gaststätte gingen die Lichter aus. Genutzt wurde das in den 1960er-Jahren errichtete Gebäude zuletzt als Asylunterkunft. Gehörlose Vertriebene aus der Ukraine fanden eine vorübergehende Bleibe.
Nachdem ein Hagel enorme Schäden angerichtet hatte, war das Haus beim Sportplatz dem Untergang geweiht. Die Gemeinde beschloss den Abriss und plant ein „glanzvolles Comeback der Sportalm“.
Das Wirtesterben ist allgegenwärtig. Deshalb war es uns wichtig, dass die Sportalm als Gasthaus erhalten bleibt.
Michael Mair, Bürgermeister in Kirchschlag
Im Frühjahr werden die Bagger für den Bau für des neuen Sport- und Freizeitzentrums anrollen. Die Fertigstellung ist für November 2026 vorgesehen. Bis dahin soll auch das traditionsreiche Gasthaus um eine Million Euro neu errichtet werden. Eingebettet in die Freizeitanlage entsteht auf 255 Quadratmeter ein Lokal mit großer Sonnenterrasse und Outdoor-Spielebereich.
Gemeinderat gab Pächtersuche frei
Nur zehn Minuten von Linz entfernt entsteht auf 850 Metern Seehöhe ein touristisches Leuchtturmprojekt und hoffentlich ein beliebtes Ausflugsziel“, berichtet Bürgermeister Michael Mair (ÖVP). Im Gemeinderat wurde zuletzt die Ausschreibung für die Suche nach einem Pächter abgesegnet.
Mindestens fünf Tage offen
„Wer Leidenschaft und Erfahrung für die Gastronomie und ihre Lebensweise mitbringt, ist richtig. Ideal wäre es, wenn es jemand mindestens so lange wie Frau Zarre machen würde“, meint der Ortschef. Ziel ist, dass wieder ein Gastrobetrieb entsteht, der für die Kirchschlager und auch für Touristen als Treffpunkt zur Verfügung steht. „Dementsprechend wäre ein Betrieb des Lokals von zumindest fünf Tagen die Woche vorteilhaft. Darauf werden wir bei der Pächtervergabe achten“, so Mair.
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