Traditionell ist Mariä Empfängnis am 8. Dezember ein verkaufsoffener Feiertag, der dem Handel viel Umsatz bringt. Doch heuer fällt er auf einen Sonntag, sodass die Geschäfte zu bleiben müssen. Wir haben gefragt, wie sich das auf die Stimmung im Tiroler Handel auswirkt.
Für viele Arbeitnehmer ist es immer ein bisschen ärgerlich, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt – weil ihnen damit ein zusätzlicher freier Tag entgeht. Umgekehrt ist es im Handel: Dadurch, dass der 8. Dezember heuer ein Sonntag ist, fallen die Geschäfte um einen sehr wichtigen Arbeitstag um.
„Normalerweise haben wir an diesem Tag offen, aber dieses Jahr bleibt alles zu“, konkretisiert Simon Franzoi, Spartengeschäftsführer des Handels in der Tiroler Wirtschaftskammer.
Hoffen auf Flexibilität von Kunden
Doch obwohl der verkaufsoffene Feiertag traditionell immer ein sehr starker Einkaufstag war, „bleibt das große Ärgern aus“, meint Franzoi, „einfach, weil wir es eh nicht ändern können.“
Natürlich sei man um den Tag froh gewesen, auch mit den Mitarbeitern habe man sich gut zusammengefunden, doch große Einbußen erwartet der Spartengeschäftsführer nicht: „Dass es wegen eines Tages drastisch weniger Umsatz wird, davon ist nicht auszugehen. Das wird sich auf andere Tage verteilen, die Kunden sind ja flexibel. Wir sehen an unseren Erhebungen ebenfalls, dass sich das Kundenverhalten von Jahr zu Jahr ändert.“
Die Zwischenbilanz aufgrund der Rückmeldungen, die wir von Händlern, Einkaufszentren und Stadtmarketings bekommen, ist gut.
Simon Franzoi, Spartengeschäftsführer Handel in der WK Tirol
Trotz schwieriger Bedingungen optimistisch
Bislang ist das heurige Weihnachtsgeschäft laut Franzoi gut angelaufen. „Wir haben schon zwei starke Wochenenden hinter uns, blicken gespannt auf dieses und erwarten dann noch zwei weitere.“ Positive Stimmung brauche man jetzt, „es war ein schwieriges Jahr“.
Auch, wenn viele – wie berichtet – planen, heuer weniger Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben, ist der Handel guter Dinge: „Endgültig kann man natürlich noch nicht bilanzieren, aber die Zwischenbilanz aufgrund der Rückmeldungen, die wir von Händlern, Einkaufszentren und Stadtmarketings bekommen, ist gut.“
Übrigens: Nicht geschlossen sind an Mariä Empfängnis jene Geschäfte, die auch an sonstigen Sonntagen offen haben – etwa Souvenirshops, Supermärkte an Bahnhöfen oder in Tourismusregionen.
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