„Großflächiges Feuer“
Maskierte legen Brand in Synagoge bei Melbourne
Mit Masken verhüllte Brandstifter haben in einem Vorort der australischen Metropole Melbourne in einer Synagoge ein Feuer gelegt. Der Brand sei am Freitag vor Sonnenaufgang ausgebrochen, erklärte die Polizei.
Die Synagoge in Ripponlea sei bei dem Brandanschlag „erheblich beschädigt“ worden, heißt es. Obwohl zum Tatzeitpunkt bereits Menschen in dem Gebäude waren, wurden aber keine ernsteren Verletzungen gemeldet.
Ein Augenzeuge, der zum Morgengebet in die Synagoge gekommen sei, habe „zwei Masken tragende Personen“ gesehen, sagte Chris Murray von der Abteilung für Brandstiftung und Sprengstoff der Polizei im Bundesstaat Victoria vor Ort zu Reportern.
„Sie schienen eine Art Brandbeschleuniger in den Räumlichkeiten zu verteilen“, so Murray. Die Synagoge sei in Flammen aufgegangen. „Wir glauben, dass es vorsätzlich war. Wir glauben, dass sie ins Visier genommen wurde. Was wir nicht wissen, ist warum“, so der Mann weiter.
Flüssigkeit in Synagoge gegossen und angezündet
Ein Mitglied des Gemeindevorstands der Synagoge, Benjamin Klein, sagte, es hätten ein paar Menschen in der Synagoge gesessen und gebetet, als das Feuer ausgebrochen sei. Sie hätten laute Schläge gehört, dann sei Flüssigkeit in das Gebäude gegossen und angezündet worden, fuhr Klein fort.
Die Betenden seien aus dem hinteren Teil der Synagoge gerannt, ein Mann habe sich dabei die Hand verbrannt. „Das Feuer war großflächig“, sagte Klein der Nachrichtenagentur AFP. „Das Innere ist völlig ausgebrannt.“
Premier: „Null Toleranz“ für Antisemitismus
Der australische Premierminister Anthony Albanese verurteilte den Vorfall. „Diese Gewalt und Einschüchterung und Zerstörung an einem Ort des Gebets ist ein Skandal“, erklärte er. „Dieser Anschlag hat Menschenleben gefährdet und zielt klar darauf ab, Angst in der Gemeinschaft zu schüren.“ Er habe „null Toleranz“ für Antisemitismus. „Er hat in Australien absolut keinen Platz“, so Albanese.








Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.