Einbürgerungen

Weniger neue Österreicher im ersten Quartal 2013

Österreich
14.05.2013 12:17
Nach einem leichten Anstieg im Vorjahr war die Zahl der Einbürgerungen im ersten Quartal 2013 wieder leicht rückläufig. 1.662 Menschen wurde von Jänner bis März die Staatsbürgerschaft verliehen, das waren um 11,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2012.

Der Trend, dass vor allem junge Menschen eingebürgert werden, hielt an: Das Durchschnittsalter lag bei rund 26 Jahren, mehr als ein Drittel war unter 18 Jahre alt, gab die Statistik Austria am Dienstag bekannt.

Oberösterreich und Steiermark als Spitzenreiter
In Oberösterreich und in der Steiermark gab es in den ersten drei Monaten des Jahres einen leichten Anstieg der Einbürgerungen. Kärnten, Niederösterreich und Vorarlberg verliehen überdurchschnittlich wenig Staatsbürgerschaften. In Wien und in Tirol war der Rückgang wiederum unterdurchschnittlich. Das Burgenland verlieh im ersten Quartal gar keine einzige Staatsbürgerschaft.

Wie immer erfolgten die meisten Einbürgerungen, gut die Hälfte, wegen eines Rechtsanspruchs. Auf 57 Ehegatten und 441 Kinder wurde die Staatsbürgerschaft "erstreckt". Das heißt sie wurden eingebürgert, weil sie Familienangehörige sind. Die Herkunftsländer der Neo-Österreicher sind vor allem Türkei, Bosnien-Herzegowina und Serbien, mit jeweils um die 240.

Neues Staatsbürgerschaftsrecht ab Sommer
Im ersten Quartal erfolgten die Einbürgerungen noch nach dem alten Recht. Das neue Staatsbürgerschaftsgesetz soll erst im Sommer in Kraft treten (siehe Infobox). Damit soll künftig verstärkt auf die Integration geachtet werden.

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