"Mutter Inja zieht ihren Nachwuchs wie im Freiland in einer Erdhöhle auf, in die wir keinen Einblick haben. Bis jetzt haben wir fünf Jungtiere außerhalb des Baus gesehen. Ob alle durchkommen, wird sich aber erst zeigen", erklärte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Kurze Ausflüge
Wolfswelpen haben ihre Augen die ersten zwei Wochen geschlossen und sind zunächst völlig hilflos. Nun packte die Kleinen aber die Neugierde und sie tapsten mutig durch das Gehege. Dennoch braucht man noch sehr viel Geduld, um die Jungtiere an der Seite ihrer vorsichtigen Mutter zu sehen - ihre Ausflüge ins Freie sind nämlich noch recht kurz.
Im Vergleich zu den erwachsenen Tieren ist das Fell der Kleinen noch braun gefärbt. Schratter: "Arktische Wölfe haben ein weißes Fell, das bei uns im Gehege sehr auffällig wirkt. In ihrer Heimat, den nördlichen Regionen Nordamerikas, Grönlands und in der Arktis, sind sie in der verschneiten Landschaft aber sehr gut getarnt und für Beutetiere fast unsichtbar."
Bereits im Herbst 2010 sind drei Arktische Wölfe in das ehemalige Gehege der Timberwölfe in Schönbrunn eingezogen. Das Weibchen Inja und das ranghöhere Männchen Ide haben schon einmal im Jahr 2012 für Nachwuchs gesorgt.
In Bestand bedroht
Wolfsbabys werden nach einer Tragzeit von etwa zwei Monaten geboren und rund drei Monate gesäugt. Nach und nach fangen sie an, Fleisch zu fressen. In Europa hat der Aberglaube vom blutrünstigen Wolf zur großflächigen Ausrottung geführt. Der Arktische Wolf ist in seinem Bestand bedroht. Gezielte Schutzbemühungen helfen dabei, das Überleben dieser Wolfsart zu sichern.
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