Mega-Ausbau

Sonnenstrom für Kärntner Unternehmen Tribotecc

Kärnten
26.11.2024 17:30

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach von Metallsulfid-Experten sorgt auch für geringeren CO₂-Fußabdruck. Kelag Wärme und Energie als Kooperationspartner.

Die Firma Tribotecc hat ihren Sitz im Arnoldsteiner Industriepark und ist weltweit führend bei der Herstellung von Metallsulfiden. Diese funktionalen Additive kommen vor allem in Brems- und Kupplungsbelägen sowie in Schmier- oder Schleifmitteln zum Einsatz.

„Im Bereich der Energiekosten sind bei uns die Stromkosten natürlich am höchsten“, schildert Tribotecc-Chef Georg Bouvier. „Die Idee, eine PV-Anlage auf den Dächern der Produktionshallen zu errichten, wurde daher bereits vor einigen Jahren geboren. 2022 hatten wir das Projekt budgetiert und 2023 fanden wir mit der Kelag Energie und Wärme einen Partner, mit dem wir alles auch umsetzen konnten“, erklärt Stefan Greimel, Geschäftsführer der Tribotecc.

Präsentierten Projekt: Adolf Melcher, Christoph Herzeg, Eva Egger sowie Georg Bouvier und Stefan ...
Präsentierten Projekt: Adolf Melcher, Christoph Herzeg, Eva Egger sowie Georg Bouvier und Stefan Greimel.(Bild: zvg)

Weiterer Mega-Ausbau geplant
Seit August ist die Anlage in Betrieb: Sie umfasst 1977 Solarmodule auf einer Fläche von 500 Quadratmetern. „Die Leistung beträgt 850 Kilowatt-Peak und wird etwa 900.000 Kilowattstunden grünen Strom pro Jahr zu erzeugen“, berichtet Christoph Herzeg, Geschäftsführer der (KEW) Kelag Energie und Wärme. Gewartet und betrieben wird die Anlage durch die KEW. Über die nächsten 18 Jahre wird der erzeugte Strom an die Tribotecc geliefert und von ihr verbraucht. „Im kommenden Jahr – oder spätestens Anfang 2026 – erfolgt eine Ausbaustufe um weitere 275 Module.“ Die Gesamtkosten des grünen Projekts betragen etwa eine Million Euro.

Der gesamte Stromverbrauch des Industriebetriebes kann durch die neue Anlage allerdings nicht gedeckt werden. „Im Winter ist Sonnenenergie nicht so effizient. Nur ein nachhaltiger Energiemix aus Sonne, Biomasse und Wind kann den Bedarf decken“, so Greimel, der daher auch den Ausbau der Windenergie fordert.

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