Die Täter hatten den Container-Tragwagen am Montag gegen 4.30 Uhr im Bahnhof Bludenz entkoppelt. Durch Unregelmäßigkeiten auf der Anzeigetafel wurde Haftel kurz darauf auf den rollenden Waggon aufmerksam. Zuerst habe er an eine technische Störung geglaubt, als er aber das Bahnhofsgebäude verlassen habe, sei der Wagen mit rund 15 Stundenkilometern an ihm vorbeigefahren, erklärte er. Der Fahrdienstleiter ließ umgehend einen Personenzug stoppen und die Weichen umstellen.
"Hat super reagiert"
Danach wurde kurzerhand beschlossen, eine leichte Steigung zwischen Feldkirch und Rankweil zu nutzen, um den Container-Tragwagen anzuhalten. Nach einer Irrfahrt von etwa 17 Minuten konnte der Waggon schließlich mit Hemmschuhen zum Stillstand gebracht werden. "Fahrdienstleiter Haftel hat super reagiert", lobte Zumtobel den Mitarbeiter.
"Das war ein Gewaltakt"
"Wer immer das getan hat, hat gewusst, wie er die Sache angehen muss. Das war ein Gewaltakt", so der Sprecher. Der Fehler eines Mitarbeiters könne ausgeschlossen werden, der Waggon sei als Teil einer Wagengruppe mehrfach gesichert gewesen. Von einem Lausbubenstreich könne angesichts der ausgelösten Gefahrensituation nicht die Rede sein. Die ÖBB haben Anzeige erstattet.
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