So, 22. Juli 2018

Ohne Fleiß...

26.09.2005 15:06

Bewegung macht Spaß: Das neue EyeToy Kinetic

In Zusammenarbeit mit Nike Motion Works entwickelte Sony das neue "EyeToy Kinetic". Anders als bei den Vorgängern steht hier nicht der Spaß, sondern die Bewegung im Vordergrund. Trotz schweißtreibender Übungen lässt sich nur ein Fazit ziehen: Unterhaltsam ist EyeToy immer noch!

Sony und Nike Motion Works haben eines richtig erkannt: Strampeln auf dem Heimtrainer macht nur wenig Spaß. "EyeToy Kinetic" arbeitet dagegen an und bringt Unterhaltung in das heimische Fitness-Workout. Begleitet von den virtuellen Trainern Anna und Matt, die den spielenden Sportler/ sportelnden Spieler während seines 12-wöchigen Fitnessprogramms motivieren und unterstützen, kann der Spieler aus vier Übungskategorien wählen.

Bevor es allerdings los geht, muss der Sportbegeisterte ein paar Fragen beantworten, um dann in die richtige Leistungsklasse eingestuft zu werden. Fragen zu Gewicht, Größe, Alter und allgemeiner Kondition sollen ein für den Spieler massgeschneidertes Training liefern. Wer zudem im Anschluss an eine Übung zusätzlich noch seinen Puls eingibt, der kann seine Leistungen miteinander vergleichen.

Viel Platz von Nöten
Ist das erst einmal erledigt, dann gilt es Platz zu schaffen. Schließlich verlangen die diversen Übungen ein geräumiges Zimmer -  durch herumfuchtelnde Arme und kickende Beine können leicht Gegenstände zu Bruch geben. Schnell noch mit der adretten Anna aufwärmen, dehnen und den passenden Song für die Übung auswählen und dann geht es wirklich los.

Für Beine und Arme
Der Spieler überlässt die Wahl der Übungen entweder den beiden Trainern oder er wählt selbstständig aus den vier Kategorien: Kardio-Zone, Kampfzone, Körper & Geist, Muskelaufbau. Das Prinzip der einzelnen Kategorien ähnelt sich zwar weitestgehend, wird aber nie langweilig: Bunte Kugeln oder Linien müssen berührt, geschlagen oder getreten werden, während anderen Kugeln oder Linien ausgewichen werden muss. Während die Kardio-Zone sich stark an einem Aerobic-Kurs orientiert, so vereint die Kampfzone Elemente aus Kung Fu oder dem Boxen. Hier kann auch der entsprechende Hintergrund ausgesucht werden: Vom asiatischen Dojo über die klassische Kraft-Kammer hin zum Dachterrassen-Garten.

Für's Köpfchen
Ruhiger geht es in der Kategorie "Körper & Geist" zu. Wie der Titel erahnen lässt, wird hier auch dem Köpfchen einiges abverlangt. Angestrebt wird harmonisches Gleichgewicht à la Taichi. Dazu muss zum Beispiel vorgegeben Linien mit den Armen gefolgt werden, ohne dabei zu schnell zu sein. "Muskelaufbau" unterscheidet sich ein wenig von den vorherigen Kategorien: Hier turnen die virtuellen Trainer Übungen zu Bauch sowie Ober- und Unterkörper vor. Dies gleicht im wesentlichen einem Fitnessvideo. Hier liegt der Vorteil jedoch, vergleichbar mit einer DVD, in den verschiedenen Kameraperspektiven: Der Spieler kann genau sehen wie die Übung richtig gemacht wird.

Fazit: "EyeToy Kinetic" sorgt für Unterhaltung und ist zudem gesund. Durch die Motivation der Trainer ("Gratuliere, eine dynamische Leistung") macht diese Art von Sport selbst alleine im Zimmer noch jede Menge Spaß. Abzüge gibt es lediglich für eine etwas umständliche Menüführung. Ein paar mehr Songs als Hintergrundmusik für die Übungen hätten auch nicht schaden können. Alle Kaufwilligen sollten nur daran denken, dass die Übungen viel Platz verlangen. Für kleinere Räume bietet Sony die Kamera auch mit einem Weitwinkel-Objektiv an. Davon einmal abgesehen bietet "EyeToy Kinetic" langfristigen Dauer-Fun und ist gerade in der kommenden Winterzeit eine willkommene Abwechslung zu überfüllten Fitness-Studios.

Platform: PS2
Publisher: Sony
Krone.at-Wertung: 93%

von Sebastian Räuchle

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