Ein wahrer Allerheiligen-Kunstschatz aus dem Barock wurde beim Entrümpeln im Waldviertel entdeckt. Das Bild zeigt die Heilige Cäcilia.
"Wir sehen es fast wie eine himmlische Fügung“, schildert die anonym bleiben wollende Entdeckerin der Heiligen Cäcilia, Schutzpatronin der Kirchenmusik, aber auch jene der Musiker, Sänger und Instrumentenbauer. Denn sie entdeckte ausgerechnet kurz vor Allerheiligen auf einem Dachboden im Bezirk Gmünd die Darstellung dieser besonderen Christin!
Cäcilia begrub die Toten
Zur Bedeutung des wertvollen Fundes: Cäcilia war 230 nach Christus zum Tode verurteilt worden, weil sie sich weigerte „falsche“ Götter anzubeten, sich Jesus Christus gelobte und dafür einstand, die Toten zu begraben.
„In einer heidnischen Welt war das ihr Todesurteil und um ihr Eingehen ins Himmelreich ranken sich viele berührende Legenden.“
Alois Schwarz, Diözesanbischof von St. Pölten
Holz, Bronze und Feingold
Zum Schatz selbst: Das barocke Relief, auf dem sie in Bronze und mit Feingold verziert, auf einem schlichten Stück zusammengezimmertem Holz mit ihrer Orgel und dem Engel, der eine tragende Rolle in ihrer Biografie hat, zu sehen ist, ist vermutlich 400 Jahre alt.
Bekanntes Motiv großer Künstler
Große Künstler wie Rubens und auch andere große Meister hatten die Heilige Cecilia immer wieder verewigt. Das neu ans Licht geholte Kunstwerk der Barockzeit war lange Zeit in privatem Besitz in Wien und im Zuge einer Erbschaft ins Waldviertel gelangt.
Entdeckung als Himmelszeichen
Doch im Trubel des Alltags wurde es mit Büchern und anderen Bildern abgelegt und beinahe vergessen. Beim Entrümpeln des Dachbodens zog dieses Bildnis dann doch plötzlich die Aufmerksamkeit der Erbin auf sich. „Es ist äußerst wahrscheinlich, dass hier ein besonderes Juwel der Kunstgeschichte aufgetaucht ist“, bestätigt ein Experte. Dass die besondere Heilige Cäcilia, die just zum Totengedenken ihre Präsenz zeigt, mag als Zeichen des Himmels gelten
Die Heilige Cäcilia wurde rund um Allerheiligen auf einem Waldviertler Dachboden entdeckt. Sowohl die Besitzerin als auch Gläubige sehen das als wundersames Zeichen des Himmels an.
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