Rücktritte als Chance

„Glaub es erst, wenn Graf nicht um die Ecke kommt“

Vorarlberg
05.10.2024 18:25

Das rot-weiß-rote Skicross-Team wurde in den letzten Wochen von zahlreichen Rücktritten arg dezimiert. Mit Mathias Graf, Robert Winkler und Daniel Traxler stellten so auch gleich drei Weltcup-Athleten ihre Skier in den Keller. Damit werden Startplätze frei, um die auch drei Ländle-Youngstgers kämpfen wollen.

„Ich glaube es erst dann so richtig, wenn er beim Weltcupauftakt in Val Thorens nicht doch noch um die Ecke kommt“, scherzt Nici Lussnig, angesprochen auf den Rücktritt von Ländle-Paradeskicrosser Mathas Graf. Doch das Karriereende des Dornbirners ist fix, er absolviert derzeit ein Praktikum bei Seilbahn-Weltmarktführer Doppelmayr und fühlt sich beim Wolfurter Traditionsunternehmen pudelwohl.

„Der Abgang von Mathias ist schade, da er doch ganz vorne mitgefahren ist und für uns ein guter Gradmesser war“, ergänzt Lussnig und seine beiden Vorarlberger ÖSV-B-Kaderkollegen Claudio Andreatta und Simon Fleisch nicken zustimmend.

Rücktritte als Chance
Allerdings tun sich für das Trio, das bislang vorwiegend im Europacup am Start war, damit nun neue Möglichkeiten auf. „Da auch Daniel Traxler und Robert Winkler aufgehört haben, rittern wir mit Moritz Opetnik und Christoph Danksagmüller um insgesamt drei freie Weltcuptickets“, verrät Andreatta, der aktuell ebenso wie Lussnig noch auf der Suche nach einem Kopfsponsor ist und sich und im Sommer mehrere Wochen bei einer Holzbaufirma arbeitete, um finanzielle Reserven für den Winter anzulegen. „Da geht es jetzt zuerst einmal um die Dezember-Rennen. Ob die Auswahl da mittels eines Trainerentscheids fällt oder es ein Qualirennen geben wird, wissen wir allerdings noch nicht.“

Der einzige der drei Ländle-Crosser – die alle die Heim-WM 2027 als großes Ziel haben – der über einen Kopfsponsor verfügt, ist Fleisch. „Dafür bin ich dem Montafon sehr dankbar“, gesteht der 23-Jährige, der bis Jänner zudem auch als Heeressportler unterwegs ist. Wie es dann weitergeht, ist offen.

Hoffen auf die Justiz
Eine Möglichkeit, auf die alle drei hoffen, ist die Justizwache. Dort wird es, ähnlich wie beim Heer, der Polizei oder der Finanz, ab Frühjahr 2025 ein Spitzensport-Programm geben. „Das ist natürlich eine sehr interessante Möglichkeit“, ist sich das Trio einig. „Da werden wir uns auf jeden Fall anmelden.“ 

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