Die Steiermark bekommt einen neuen Notarzt-Stützpunkt – und zwar den ersten digitalen. Wie das neue Modell funktioniert und in welchen Fällen es ab sofort zum Einsatz kommt.
Eines betont Landes-Rettungskommandant Peter Hansak gleich dreimal: „Das ist kein Ersatz für einen Notarzt, sondern ein zusätzliches Angebot, eine Verbesserung.“ Zu den 20 Notarzt-Stützpunkten am Boden und den drei Hubschraubern kommt ab sofort noch ein digitaler Notarzt. Alle 280 Rettungswägen und Notarzt-Fahrzeuge des steirischen Roten Kreuzes wurden vom Land mit Smartphones ausgestattet, am anderen Ende der Leitung sitzt ein Notarzt im Bereitschaftsdienst.
Wann kommt der digitale Notarzt zum Einsatz? „Dann, wenn man nicht damit rechnet, einen Notarzt zu brauchen“, erklärt RK-Präsident Sigfried Schrittwieser. „Wenn man zum Beispiel nur eine Transportfahrt hat und sich der Zustand des Patienten überraschend verschlechtert.“ Der Notarzt wird dann via Videotelefonie zugeschaltet. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) gibt sich begeistert: „Es spart Wege, es spart Zeit, es ist eine massive Verbesserung.“
Der virtuelle Notarztstützpunkt ist in Kooperation zwischen dem Land Steiermark und dem Roten Kreuz entstanden. Dafür wurden 280 Smartphones angeschafft. Er steht Sanitätern des Roten Kreuzes täglich von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung.
Notarzt: „Es hat gut funktioniert“
Bei der Präsentation des Projekts am Montag im Grazer Landhaushof war auch Notarzt Günter Vorhofer mit dabei – virtuell zugeschaltet aus Liezen. „Der erste Einsatz hat schon sehr gut funktioniert“, sagt er. Nur mehr via Telemedizin zu arbeiten, sei zwar zu wenig, sagt Vorhofer. Aber dieses neue System ergebe durchaus Sinn.
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