Nach Trump-Hetze
Haitianische Einwanderer in Springfield in Angst
In Springfield, im US-Bundesstaat Ohio, wächst jetzt unter haitianischen Einwanderern die Angst, seit Donald Trump das Gerücht verbreitet, sie würden Haustiere essen.
Romane Pierre, der ein haitianisches Restaurant betreibt, schließt mittlerweile früher, um seine Mitarbeiter zu schützen. Bombendrohungen gegen Schulen und Drohungen gegen Geschäfte haben die haitianische Gemeinschaft verunsichert. Viele Haitianer, die vor Armut und Gewalt flohen, fühlen sich nun auch in den USA bedroht.
Soziale Spannungen
Die Kleinstadt, die lange mit Bevölkerungsrückgang zu kämpfen hatte, erlebte in den letzten Jahren durch die Zuwanderung aus Haiti einen Aufschwung. Doch der Boom brachte auch soziale Spannungen mit sich: Fehlende Wohnungen, unzureichende medizinische Versorgung und eine angespannte Schulsituation verschärfen die Lage. Kritiker werfen den Migranten vor, eine Kriminalitätswelle auszulösen.
Seit Trumps Äußerungen während der TV-Debatte mit Kamala Harris, in Springfield würden „die Menschen, die hereingekommen sind“, die Hunde und Katzen essen, haben sich die Spannungen weiter verschärft, obwohl die Stadtbehörden die Gerüchte sofort zurückwiesen.
Biden: Das muss aufhören
Trotz der Bedrohung gibt es auch Unterstützung: Vietnam-Veteran William Thompson betont, dass die USA ein Land der Freiheit seien, in dem jeder das Recht habe, in Sicherheit zu leben.
Nachdem Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Las Vegas abermals gegen Migranten aus Haiti ausgeteilt hatte (siehe Video oben), meldet sich auch US-Präsident Joe Biden zu Wort und forderte in Washington, Trump müsse seine Angriffe auf Migranten einstellen. So etwas habe keinen Platz in den USA, sagte Biden.









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